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Justizministerin Uta-Maria Kuder würdigt Initiative 'Demokratie lernen und leben Mecklenburg-Vorpommern'

Meckelnburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder sagte gestern anlässlich der Veranstaltung "Demokratie lernen und leben in Mecklenburg-Vorpommern" in Salem: "Die frühzeitige Vermittlung und Sensibilisierung demokratischer und rechtsstaatlicher Werte an unsere Kinder ist notwendiger denn je!"

"Gerade junge Menschen, die ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen haben, können anfällig sein für Parolen, Sprüche und falsche Sympathien rechter Gruppierungen. Wir müssen gerade in unseren Schulen eine solide Grundlage schaffen und ein pädagogisches Programm zur Werteerziehung vorhalten!", so Kuder.

"Demokratie lernen hebt in der schulischen Arbeit insbesondere," so Ministerin Kuder weiter, "auf die philosophisch-historischen Gedanken und Erfahrungen ab, die dem Demokratiebegriff zu Grunde liegen - also in den Fächern Geschichte, Sozialkunde, Philosophie und Religion. Aber auch viele weitere Fächer, die nicht auf den ersten Blick mit Demokratieerziehung in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise Musik und Sport - weisen Affinitäten zu gesellschaftspolitischen relevanten Themen auf."

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch diese Fächer missbräuchlich instrumentalisiert werden können: Im Fach Musik kann mit rechter Musik als Einstiegsdroge für die Rekrutierung jugendlichen Nachwuchses rechtsextremistischer Gruppierungen geworben werden. Im Fach Sport hatte die Propagierung eines Körperkults während der NS-Zeit die soziale Ausgrenzung von Menschen zur Folge, die den willkürlich gesetzten körperlichen Maßstäben nicht entsprachen.

"Die Lehrer auch dieser Fächer sollten sich also darüber bewusst sein," erinnert Ministerin Kuder, "welche Verantwortung sie übernehmen und welche potentielle gesellschaftliche Brisanz mit den von ihnen vertretenen Bildungsinhalten verbunden ist. Lehrkräfte dürfen die Aufgabe, für Demokratie und Toleranz zu werben und hier als Lehrkraft beispielgebend zu sein, nicht delegieren."

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) fordert: "Bildung für Demokratie darf aber nicht nur als Anliegen der Schulen, sondern muss als Anliegen aller gesellschaftlicher Kräfte verstanden werden: Demokratie lernen ist das Eine, Demokratie leben das Andere! Hier wünsche ich mir eine noch stärkere Verankerung demokratischer Elemente in unseren Schulen und eine breite Mitwirkung von Lehrern, Schülern, Eltern und externen Partnern an der Gestaltung des Schullebens. Die Wertevermittlung findet häufig nicht mehr ausreichend in den herkömmlichen Sozialisationsinstanzen - wie den Familien - statt. Ich baue auf die Institution Schule, ihre Möglichkeiten der Einwirkung auf junge Menschen, auf die Ausstrahlung der Schulen in die Region, auf demokratisch gesinnte Lehrerinnen und Lehrer."

"Haben wir alle den Mut," so appelliert Justizministerin Kuder, "uns für einen zeitgemäßen Umgang mit unserer Demokratie für unsere jungen Menschen einzusetzen. Ich bin stolz auf unsere Verfassung, die mir unter anderem die Freiheit gibt, meine Meinung zu sagen, ohne dass ich Gefahr laufe, wegen der Äußerung meiner freien Meinung mit Sanktionen rechnen zu müssen. Wir müssen die Tugenden, die in der Demokratie benötigt werden, wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz unseren Kindern vermitteln."

Quelle: Justizministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern

ik

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