Sie sind hier: Startseite  Im Fokus

Im Fokus / Sozialpolitik

Gründungstreffen "Initiative kulturelle Integration"

Bunte Stecknadeln, die mit bunten Fäden verbunden sind
Bild: © Foto-Ruhrgebiet - fotolia.com

Mehrere Mitglieder der Bundesregierung haben mit Vertretern der Zivilgesellschaft Vorschläge und Ideen für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt erörtert. Bis zum UNESCO-Weltkulturtag im Mai 2017 sollen gemeinsame Thesen entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Anlässlich des Gründungstreffens der "Initiative kulturelle Integration" am Donnerstag, dem 15.12.2016 im Bundeskanzleramt haben sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und die Integrationsbeauftragte Aydan Özoğuz mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Staat, Kultur, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft getroffen, um gemeinsam Vorschläge und Ideen für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erörtern und umzusetzen.

Kulturelle Integration gemeinsam gestalten 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, betonte: "Das heutige Treffen ist ein starkes und ermutigendes Signal. Denn es ist gelungen, Repräsentanten aller maßgeblichen staatlichen und gesellschaftlichen Kräfte zur Verständigung darüber einzuladen, wie kulturelle Integration in Deutschland gemeinsam erfolgreich gestaltet werden kann. Gesellschaftliche Integration gelingt nur durch kulturelle Integration. Das wissen wir nicht nur aus wissenschaftlichen Studien, das lehrt uns das tägliche Leben. Wir verfolgen dabei ein klares Ziel: Profitieren sollen davon alle hier lebenden Menschen. Ich bin voller Zuversicht, dass die Initiative hierzu wichtige Impulse auslösen wird!“

Summe der Vielfalt ist noch kein Gemeinwohl 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière erklärte: "Was macht uns als Gesellschaft aus? Wie wollen wir zusammenleben und wie können wir alle zum Gelingen von Integration beitragen? Solche Fragen warten neu auf Antwort und darüber müssen wir diskutieren und vielleicht auch streiten, denn eine mit Streitkultur ausgetragene Diskussion hilft der Sache. Mich sorgen die Fliehkräfte, die das Ganze in Frage stellen. Die Summe der Vielfalt macht noch kein Gemeinwohl aus. Wir als Gesellschaft müssen gemeinsam an einem gesellschaftlichen Konsens arbeiten - immer und immer wieder - über das, was uns im Innersten zusammen hält. Mit der Initiative kulturelle Integration leisten wir einen Beitrag zu diesem Prozess, und ich lade alle dazu ein, sich konstruktiv einzubringen.“

Gemeinsame Werte vertreten und verteidigen 

Die Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz, sagte: "Eine offene, demokratische und pluralistische Gesellschaft muss sich immer wieder neu über die gemeinsamen Werte verständigen, diese vertreten und verteidigen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo alle – Einheimische wie Einwanderer - den Prozess der kulturellen Integration gemeinsam gestalten.“

Im Anschluss an das Spitzentreffen werden auf Arbeitsebene Thesen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und der kulturellen Integration erarbeitet. Es ist geplant, die Ergebnisse zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt im Mai 2017 öffentlich vorzustellen.

Hintergrund 

Die "Initiative kulturelle Integration" wurde Anfang November 2016 gemeinsam von der Kulturstaatsministerin, der Integrationsbeauftragten, dem Bundesinnenminister, der Bundesarbeitsministerin und dem Deutschen Kulturrat ins Leben gerufen. Die Federführung für die Initiative liegt innerhalb der Bundesregierung bei der Kulturstaatsministerin. Der Deutsche Kulturrat wird den Prozess moderieren.

Quelle: Bundespresseamt vom 15.12.2016 

Info-Pool