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GEW: "Zähe Verhandlungen"

"Zäh und enttäuschend" ist die dritte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Eingruppierung der Lehrkräfte verlaufen.

Berlin - "In wesentlichen Punkten ist noch immer keine Übereinstimmung zwischen den Tarifparteien erreicht worden", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad nach den Gesprächen in Berlin. Die Gewerkschaften verlangen eine bessere und gleiche Eingruppierung aller voll ausgebildeten Lehrkräfte. 

"Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde endlich erkennbare Schritte nach vorne machen. Die Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren teils erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, wollen endlich Fortschritte sehen. Sie sind aktionsbereit", betonte Schaad. 

In den Verhandlungen, die am Mittwoch und Donnerstag stattfanden, haben sich die Tarifparteien mit den Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die künftige Entgeltordnung für Lehrkräfte beschäftigt. Die GEW hat deutlich gemacht, dass Lehrkräfte mit Masterabschluss genau so eingruppiert werden müssten wie andere Akademiker mit Master. "Die GEW wird die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger hinnehmen", erklärte Schaad. Lehrkräfte werden zurzeit trotz vollwertigem Hochschulabschluss um bis zu zwei Gehaltsgruppen schlechter bezahlt.

Herausgeber: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft