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GEW und VBE: Holocaust darf sich in keiner Form wiederholen

In Krakau fand heute ein internationales Symposium von Bildungsgewerkschaftern aus Israel, Polen, Österreich und Deutschland zum Thema „Aus der Geschichte lernen - Der Beitrag der Gewerkschaften im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus“ statt.

„Schulen müssen als Lern- und Lebensorte der Demokratie gestärkt werden“, betonten aus Anlass des morgigen Internationalen Tages zum Gedenken an die Opfer des Holocaust die Vorsitzenden von GEW und VBE, Ulrich Thöne und Udo Beckmann, in Krakau (Polen). Werde die Erziehung zu Humanität, Toleranz, gegenseitigem Respekt und friedlichem Miteinander aktiv gelebt, sei dies die beste Gewähr, dass Menschenverachtung, Diskriminierung und Gewalt geächtet würden, erklärten Thöne und Beckmann bei der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung der Lehrer- und Bildungsgewerkschaften Histadrut Hamorim (Israel), NSZZ Solidarnosc und ZNP (Polen), GÄD ARGE Lehrer (Österreich) sowie GEW und VBE.

Die Unterzeichner verpflichten sich, „alles in ihrer Macht Stehende zu tun, dass sich ein derartiges Verbrechen an der Menschheit nie wiederholen kann, dass Antisemitismus, Rassismus, Xenophobie und jede Diskriminierung von Minderheiten öffentlich verurteilt und schon in den Ansätzen bekämpft werden“. (Siehe die vollständige Erklärung unter dem unten angegebenen Hyperlink) 

„Das Gedenken an den Holocaust ist die Erinnerung an ein monströses Verbrechen“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne. „Das Wissen um den Holocaust muss wach gehalten werden. Im ausgewogenen Verhältnis von nüchterner Distanz und emotionaler Nähe suchen wir Wege, bei denen Verstand und Gefühl mitgehen können. Wir werden nicht aufhören zu fragen, wie dieses Verbrechen möglich wurde. Gerade wir Nachfahren der Opfer und Täter haben die Verpflichtung, Fehlentwicklungen in der Gesellschaft rechtzeitig zu bekämpfen und engagiert für die Wahrung der Menschenrechte zu streiten.“ 

„Extremes Gedankengut und daraus folgende Gewalt sind ein Angriff auf die demokratische Gesellschaft und damit auch auf den schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag“, machte VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann in Krakau deutlich. „Schule ist in Deutschland dauerhaft dazu verpflichtet, die Erinnerung an die Erfahrung des Nationalsozialismus wach zu halten. Das gebietet der Respekt vor den Opfern“, so Beckmann. „Der VBE macht sich gleichzeitig aber auch dafür stark, positive Elemente der deutschen Gesellschaft und der deutschen Geschichte hervorzuheben. Teil unserer Geschichte ist auch die Entwicklung sozialer Verantwortung und das Ringen um Menschenrechte, die im Grundgesetz ihren Niederschlag gefunden haben.“ Beckmann weiter: „Nur Kinder und Jugendliche, die ein positives Verhältnis zur Gesellschaft gewinnen, sind vor extremistischen Verführungen gefeit.“

Mehr Informationen unter: http://www.gew.de/Binaries/Binary56489/2010_01_26_GemPM%20GEW%20VBE-ErklHolocaustGedenktag.pdf

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von GEW und VBE

 

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