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Frauen für Start in technische Berufe stärken

Junge Frau lehnt an einem Flugzeug
Bild: alsudiz / piyabay.com

Frauen sind in Ingenieurberufen immer noch eine Minderheit. Bundesweit sind nur 16,6 Prozent Ingenieurinnen gegenüber 83,4 Prozent Ingenieuren. Deshalb sollen Studentinnen dieser Studiengänge durch das Modellprojekt "ChanceMINT.NRW" gezielt gefördert werden.

Früh Einblicke ins Arbeitsfeld vermitteln

Die Abbruchquoten von Studentinnen in den ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen liegen teilweise über 30 Prozent. Das Modellprojekt „ChanceMINT.NRW“ ermöglicht Studentinnen der Ingenieurswissenschaften durch Kooperation von Hochschule und Unternehmen bereits während des Studiums Einblicke in die technische Arbeitswelt, sie können Kontakte knüpfen und konkrete berufliche Perspektiven entwickeln.

"Wenn motivierte Frauen ihr Ingenieur-Studium nicht beenden oder nach erfolgreichem Abschluss nicht in der Wirtschaft arbeiten können, dann läuft etwas falsch. "ChanceMINT.NRW" zeigt, wie ein konkreter Praxisbezug während des Studiums dazu beitragen kann, junge Frauen auf eine immer noch männlich dominierte Berufswelt vorzubereiten. Studentinnen, Hochschule und Unternehmen profitieren durch verstärkte Kooperationen gleichermaßen", sagte Emanzipationsministerin Barbara Steffens anlässlich der Verleihung der Zertifikate für die Teilnehmerinnen der ersten "ChanceMINT.NRW"- Phase an der Universität Duisburg-Essen als Träger des Projekts.

Kooperation von Hochschulen und Unternehmen

"Ziel ist es, die Chancengleichheit von Frauen zu verbessern, aber auch ihr Leistungs- und Innovationspotential zu nutzen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen", so Steffens weiter.

Ein Jahr lang standen für Studentinnen aus Fachrichtungen wie Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen ab dem dritten Fachsemester unter anderem Unternehmensexkursionen und einwöchige Hospitationen in Firmen auf dem Programm. Sie bauten Netzwerke mit berufserfahrenen Ingenieurinnen und Ingenieuren auf und bereiteten sich in berufsorientierten Trainings auf die Arbeitswelt vor.

"ChanceMINT.NRW" startet nun mit einer gestiegenen Zahl von Teilnehmerinnen und Unternehmen sowie breiterer Fächerauswahl in die zweite Runde: Insgesamt 27 junge Frauen unter anderem aus den Bereichen Informatik, Nanoengineering und Elektrotechnik wurden für das Projekt ausgewählt, an dem sich bereits 20 regionale kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Konzerne beteiligen.

Informationen zum Projekt:

Quelle: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21.10.2014