Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Im Fokus

Im Fokus

Fami­lien in Ost­deutsch­land: Eltern sind selte­ner ver­heira­tet

Zwei Hände ineinander verharkt
Bild: Leo Cumings   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Im Jahr 2011 lebten in 54% der ostdeutschen Familien mit minderjährigen Kindern die Eltern als Ehepaare zusammen. 1996 lag dieser Anteil noch bei 72%. Im Vergleich dazu waren in Westdeutschland Eltern in rund 75% der Familien mit minderjährigen Kindern verheiratet. Vor 15 Jahren betrug dieser Anteil 84%.

Diese Zahlen teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage der Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa, mit.

Bei rund einem Viertel (26%) der Familien in Ostdeutschland (neue Länder einschließ­lich Berlin) war 2011 die Mutter oder der Vater alleinerziehend, 1996 lag der Anteil bei 18%. In jeder fünften ostdeutschen Familie (20%) lebten 2011 die Eltern ohne Trauschein als Lebensgemeinschaft zusammen. Dieser Anteil hat sich ebenfalls erhöht: vor 15 Jahren lag er noch bei 10%.

Auch in Westdeutschland (früheres Bundesgebiet ohne Berlin) gibt es heute mehr Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern. 2011 war in 18% der Familien im Westen die Mutter oder der Vater alleinerziehend (1996: 13%) und in 7 % der Familien lebten die Eltern als unverheiratete Paare in einem Haushalt zusammen (1996: 3%).

Zu den Familien zählen im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (auch gleichgeschlechtliche) Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Detaillierte Ergebnisse zu den Themen Haushalte, Familien und weitere Lebensformen enthält die Fachserie 1, Reihe 3 „Haushalte und Familien – Ergebnisse des Mikrozensus 2011“, die im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes kostenlos verfügbar ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 30.08.2012