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Erstes Expertengespräch der "Allianz für starke Berufsbildung in Bayern"

Im Vordergrund ist eine junge Studierende zu sehen. Im Hintergrund sitzen andere junge Frauen beim Lernen.
Bild: © Peter Atkins - Fotolia.com

Mehr Chancen und Unterstützung will die "Allianz für starke Berufsbildung in Bayern" Studienabbrechern in der beruflichen Bildung eröffnen.

Dazu hatten sich in München ranghohe Vertreter des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums, des Arbeits- und Sozialministeriums, des Wirtschaftsministeriums und der Bundesagentur für Arbeit mit dem Präsidenten des Handwerkstags, Georg Schlagbauer, dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelstags, Dr. Peter Drießen, dem Hauptgeschäftsführer und Vizepräsident der vbw - Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, sowie den Vorsitzenden von Universität Bayern e.V., Präsidentin Sabine Doering-Manteuffel, und Hochschule Bayern e.V, Präsident Michael Braun, getroffen.

"Es ist unser gemeinsames Ziel, dass wir die jungen Erwachsenen, die das Studium aufgeben, stärker als bisher unterstützen wollen, eine berufliche Qualifizierung zu durchlaufen", betonten Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler und Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich übereinstimmend nach dem Gespräch. "Das erste Expertengespräch bot den Auftakt, gemeinsam mit den Hochschulen und der Wirtschaft über zusätzliche Angebote für die jungen Menschen nachzudenken und die bestehenden auszubauen."
Michael Höhenberger, Amtschef des Arbeits- und Sozialministeriums, betonte: "Studienabbrecher bieten große Potentiale, gerade auch für Betriebsübernahmen. Das sind hervorragende Perspektiven für die beruflich Qualifizierten. Das Arbeitsministerium wird insgesamt 864.000 Euro für sechs Akquisiteure sowie eine Koordinierungsstelle für Studienabbrecher einsetzen. Die Mittel stammen aus dem Arbeitsmarktfonds. Wir wollen, dass alle jungen Menschen dauerhaft den Weg in den ersten Arbeitsmarkt oder die Selbständigkeit finden."

Die demographische und wirtschaftliche Situation ist gegenwärtig günstig. Angesichts der stark rückläufigen Schülerzahlen, dem hohen Bedarf an Fachkräften in der Wirtschaft und der befürchteten Lücke an qualifizierten Arbeitskräften sind sich die Mitglieder der Allianz einig. Sie wollen alle Anstrengungen unternehmen, die Quote der Studienabbrecher weiter zu senken und zugleich den Studienabbrechern neue Chancen in der beruflichen Bildung und auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Zahl der Studienabbrecher liegt gegenwärtig je nach Studienfach und angestrebtem Studienabschluss bei bis zu gut einem Viertel.

Allerdings wurde in dem Expertengespräch auch deutlich, dass viele Studienabbrecher bereits ein halbes Jahr nach der Exmatrikulation entweder eine Berufsausbildung durchlaufen oder eine feste Tätigkeit ausüben.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 19.01.2015

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