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Im Fokus / Kinder- und Jugendarbeit

Engagiert, dabei und anerkannt?! AGJ-Konferenz zu „(Junge) islamische Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe"

Ein Publikum mit Erwachsenen sitzt in einem Vortragsraum und hört einer Sprecherin zu.
Bild: © kasto - fotolia.com

Anmeldungen für die Transferkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, vom 14. bis 15. November 2019 in Berlin, sind bis zum 15. Juli möglich. Die Konferenz, durchgeführt in Kooperation mit der Universität Münster und der Universität Hildesheim, möchte Gelegenheit geben, gemeinsam und aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachzugehen, wie eine nachhaltige Verankerung von Angeboten einer Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft in den Strukturen der Wohlfahrtserbringung erreicht werden kann. Dabei stehen die damit einhergehenden Herausforderungen, professionellen Perspektiven und strukturellen Notwendigkeiten im Fokus.

Islamische Akteure sind seit Jahren vielfältig und in unterschiedlichen Organisationsformen in der Kinder- und Jugendhilfe aktiv. Insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit finden sich zahlreiche Angebote. Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass islamische Akteure eher selten in kommunalen Strukturen der Wohlfahrtserbringung vertreten sind und ihre Angebote dort mitunter nicht selbstverständlich – wie die von anderen Anbietern – Berücksichtigung und Anerkennung finden.

Diese Beobachtung stellt nicht nur den Ausgangspunkt des Forschungsprojekts „Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft“ dar, das – gefördert durch die Stiftung Mercator – gemeinsam von den Universitäten Hildesheim und Münster durchgeführt wurde, sondern auch die Grundlage der dazugehörigen diesjährigen Transfertagung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ.

Nachhaltige Verankerung von Angeboten in muslimischer Trägerschaft

Die Transfertagung möchte Gelegenheit geben, gemeinsam und aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachzugehen, wie eine nachhaltige Verankerung von Angeboten einer Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft in den Strukturen der Wohlfahrtserbringung erreicht werden kann. Dabei stehen die damit einhergehenden Herausforderungen, professionellen Perspektiven und strukturellen Notwendigkeiten im Fokus.

Zielgruppe

Die Transferkonferenz richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker und weitere Akteure der Kinder- und Jugendhilfe, islamische Organisationen, junge Musliminnen und Muslime, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

In Fachvorträgen und Arbeitsgruppen wird dazu eingeladen, sich tiefergehend über Gelingensbedingungen und Barrieren sowie best-practice-Beispiele auszutauschen und zukünftige Kooperationsbeziehungen, Verantwortungsbereiche und politische Strategien gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren.

Auszüge aus dem Programm

Donnerstag, 14. November

Keynote: Melek Bulut – Projektberatung zu muslimischer Jugendarbeit

Vortrag: Projektvorstellung „Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft“ durch das Projektteam (Prof. Dr. Karin Böllert, Universität Münster / Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim / Dr. Benjamin Strahl, Universität Hildesheim / Inga Selent, Universität Münster / Cynthia Kohring, Universität Münster)

Kurzvortrag & Podiumsdiskussion: Wege zur Anerkennung – Gelingensbedingungen und Barrieren, mit

  • Projektteam, Universität Hildesheim/Universität Münster
  • Melek Bulut und weiterer junger Erwachsener, Projektberatung zu muslimischer Jugendarbeit
  • Samy Charchira, Universität Osnabrück
  • Marion von zur Gathen, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband
  • Dr. Susanne Heynen, Jugendamt Stadt Stuttgart
  • Jürgen Schattmann, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW

Freitag, 15. November

Vortrag: Kommunale junge islamische Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe – Die Kommune macht den Unterschied, von Prof. Dr. Hannes Schammann, Universität Hildesheim

Podiumsdiskussion: Wer vertritt wen und wird wie anerkannt?

  • Melek Bulut und weiterer junger Erwachsener, Projektberatung zu muslimischer Jugendarbeit
  • Samy Charchira, Universität Osnabrück
  • Ayse Erden, YoungSchura (Niedersachsen)
  • Thomas Heppener, Referat Demokratieförderung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (angefragt)
  • Dennis Kirschbaum, JUMA – jung.muslimisch.aktiv

Moderation: Prof. Dr. Karin Böllert, Universität Münster und Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim

Das vollständige Programm steht als Info-Flyer (PDF, 710 KB) zur Verfügung.

Veranstaltungsinfos

Die Transfertagung „ENGAGIERT, DABEI UND ANERKANNT?! (Junge) islamische Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe“ findet am 14. und 15. November 2019 in Berlin statt.
Tagungsort: Park Inn Berlin, Alexanderplatz 7
Tagungszeiten: Donnerstags, 14.11.2019, 14.00 19.30 Uhr und Freitag, 15.11.2019, 09.00 14.30 Uhr

Die Anmeldung ist online auf den Seiten der AGJ bis zum 15. Juli möglich. Da die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt ist, wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.

Die Transferkonferenz wird von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ in Kooperation mit der Universität Münster und der Universität Hildesheim durchgeführt. Gefördert wird die Veranstaltung von der Stiftung Mercator.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

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