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Zehn Jahre SOS-Kinderdorf-Stiftung: Von 0,5 auf 32 Millionen Euro Gesamtkapital

Die SOS-Kinderdorf-Stiftung dankt allen Stiftern und Zustiftern für die zehnjährige Erfolgsgeschichte. Am 5. Mai 2003 mit einem Kapital von 500.000 Euro gegründet, vereint die Organisation heute 32 Millionen Euro unter ihrem Dach.

Damit zählt die SOS-Kinderdorf-Stiftung zu den fünf Prozent der größten Stiftungen in Deutschland. Mehr als 600 Zustifter und 51 Treuhandstiftungen engagieren sich aktuell für die SOS-Kinderdorf-Arbeit. Zweck der Stiftung ist die nachhaltige Förderung der SOS-Kinderdorf-Einrichtungen und somit die dauerhafte Hilfe für benachteiligte Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderungen. Die Entwicklung des Stiftungsvermögens beweist, dass der Stiftungszweck dem Herzenswunsch von immer mehr Personen entspricht. Zum fünfjährigen Bestehen dokumentierte die Bilanz gut acht Millionen Euro. Dieser Betrag konnte in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht werden. Damit kamen den Kindern und Jugendlichen, die von SOS-Kinderdorf betreut werden, insgesamt mehr als 777.000 Euro zugute. Die Treuhandstiftungen erwirtschafteten davon rund 330.000 Euro. Die Differenz ist der Nettoertrag des Dachkapitals.

Jährliche Ausschüttung nach drei strategischen Schwerpunkten

"Die Anlagestrategie der SOS-Kinderdorf-Stiftung ist selbstverständlich sicherheitsorient", erläutert Petra Träg aus der Geschäftsführung. "Aus diesem Grund haben wir bisher in jedem Jahr sehr zufriedenstellende Erfolge erzielen können." Die Erträge der Treuhandstiftungen kommen jeweils dem individuellen Stiftungszweck zugute - der Ausschüttungsbetrag der Dachstiftung wird jährlich strategisch für drei Schwerpunkte eingesetzt: Kinder, Schul- und Berufsausbildung sowie Hilfe für Notfälle. Welche Angebote und Projekte des SOS-Kinderdorf e.V. gefördert werden, stimmt Petra Träg mit dem dreiköpfigen Vorstand ab. Von der Ausschüttung aus 2012 profitiert im Schwerpunkt Kinder in diesem Jahr zum Beispiel das SOS-Kinderdorf Sauerland. Nach knapp 50 Jahren muss dort dringend ein SOS-Kinderdorfhaus renoviert werden. Die SOS-Kinderdorf-Stiftung finanziert einen Teil des Um- bzw. Ausbaus. Hierbei entsteht auch ein sechstes Kinderzimmer, in dem ein weiteres Kind ein neues Zuhause findet. Darüber hinaus sorgt die SOS-Kinderdorf-Stiftung dafür, dass auch in diesem Jahr das Therapeutische Malen in den SOS-Kinder- und Jugendhilfen Weilheim weitergeführt werden kann. Mit großem Erfolg unterstützt die Einrichtung mit diesem Angebot die Entwicklung der dort betreuten jungen Menschen.

Im Schwerpunkt Schul- und Berufsausbildung hat sich die SOS-Kinderdorf-Stiftung für drei Projekte entschieden: Im SOS-Kinderdorf Oberpfalz wird der Nachhilfeunterricht für die SOS-Kinderdorf-Kinder gefördert. Ein weiterer Betrag kommt der Schulsozialarbeit an drei SOS-Kinderdorf-Standorten zugute: u.a. SOS-Kinder- und Jugendhilfen Düsseldorf sowie SOS-Kinderdorf Lippe. Hier sind jeweils SOS-Mitarbeiter an benachbarten Schulen vor Ort und stehen den Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat sowohl bei schulischen als auch bei familiären Sorgen zur Seite. Das SOS-Berufsausbildungszentrum Detmold wird von der SOS-Kinderdorf-Stiftung bei seinem im April eingeführten, ganz neuen Berufsorientierungskursangebot unterstützt: 240 Jugendliche nutzen hier die Chance, ihre Stärken herauszufinden, um sich dann gezielt für eine Ausbildung zu entscheiden.

Die SOS-Kinderdorf-Stiftung fördert nicht nur die SOS-Kinderdorf-Arbeit im In-, sondern auch im Ausland. In diesem Jahr gehen die Beträge des Schwerpunktes Hilfe in Notfällen nach Lima und nach Griechenland. Dort trägt die SOS-Kinderdorf-Stiftung jeweils zur Finanzierung der Hilfsprogramme für Kinder und deren Familien in schwierigen Lebenssituationen bei, die von SOS-Kinderdorf betreut werden. In Lima werden zum Beispiel ärmste Familien, die am Fuße eines Berges leben, mit dem Notwendigsten für das Überleben versorgt. Im griechischen Kalamata ist wie überall in diesem Land seit der Krise die Zahl der bedürftigen Kinder drastisch gestiegen: SOS-Kinderdorf kümmert sich unter anderem um Grundnahrungsmittel, Windeln oder auch die Beihilfe zur Miete.

Ziel für 2023: mehr als 60 Millionen Euro Kapital

"Unser Ziel für die nächsten zehn Jahre ist, dass die SOS-Kinderdorf-Stiftung gesund und stetig weiter wächst", betont Elke Tesarczyk, Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdorf-Stiftung. "Unser Wunsch ist, dass sich so viele Menschen nachhaltig engagieren, dass wir 2023 ein Kapital von mehr als 60 Millionen Euro haben." Die Wachstumsstrategie basiert auf mehreren Faktoren. In erster Linie den Herzenswünschen der Stifter zuzuhören. Obwohl alle das Ziel verfolgen, die SOS-Kinderdorf-Arbeit im In- und Ausland nachhaltig zu fördern, können immer auch spezielle Wünsche wahr werden - neben der Zustiftung in die Dachstiftung kann auch jeder Treuhandstiftung zugestiftet werden.

Das Wachstum hängt in zweiter Linie von den wirtschaftlichen Verhältnissen ab. Den Krisen weiterhin erfolgreich zu trotzen, ist ehrgeiziges Ziel der SOS-Kinderdorf-Stiftung. In der Praxis heißt das, den Markt beobachten und analysieren sowie sorgfältig abwägen, welche Anlage getätigt wird und weiterhin auf eine sicherheitsorientierte Strategie setzen. Letztlich sichert der Erfolg der SOS-Kinderdorf-Stiftung den Kindern, Jugendlichen, Familien und behinderten Menschen, die von SOS-Kinderdorf betreut werden, eine Chance auf ein gutes, selbstbestimmtes Leben.

Quelle: SOS-Kinderdorf-Stiftung vom 06.05.2013

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