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Sehrbrock: Ausbildungsbonus für Übernahme in der Krise nutzen

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock fordert die Bundesregierung auf, zur kurzfristigen Unterstützung von Unternehmen in Kurzarbeit bisher nicht in Anspruch genommene Mittel des Ausbildungsbonus zu nutzen.

Nach einem Gespräch mit Bildungsministerin Annette Schavan und Vertretern der Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie der Hochschulen zu den Zukunftsperspektiven Auszubildender in der Krise sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am vergangenen Freitag in Berlin:

„Es ist gut, dass das Thema Übernahme nach der Ausbildung auf der politischen Agenda bleibt. Gerade in der Krise dürfen wir nicht zulassen, dass junge Erwachsene beim Übergang ins Berufsleben auf der Strecke bleiben. Jetzt müssen schnell konkrete Schritte vereinbart werden, damit Jugendliche, die im nächsten Frühjahr ihre Ausbildung beenden, davon profitieren können.

Zur kurzfristigen Unterstützung von Unternehmen in Kurzarbeit sollte die Bundesregierung bisher nicht in Anspruch genommene Mittel des Ausbildungsbonus nutzen. Für jeden übernommenen Auszubildenden sollte ein Betrag von mindestens 3000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Grundsätzlich bleibt es bei unserer Forderung, durch geförderte Altersteilzeit eine Beschäftigungsbrücke zwischen Jungen und Älteren zu schaffen. Voraussetzung bleibt die Einstellung junger Beschäftigter im Austausch gegen ältere, die dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Nach Angaben der BA waren bis August 2009 rund 18.000 Ausbildungsplätze durch den Ausbildungsbonus gefördert worden. Als Zielmarke hatte die Bundesregierung 100.000 Ausbildungsplätze für AltbewerberInnen genannt. 

Herausgeber: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)