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Öffentliche Hand gab 2012 rund 32,2 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Geldscheine und Euro-Münzen

Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2012 insgesamt rund 32,2 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2011 um 5,6 % gestiegen.

Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,4 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 29,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2011 entspricht das einer Steigerung um 6,8 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (63 %) entfiel mit rund 20,4 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, 7,0 % mehr als 2011. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro wurden netto 18,9 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 8,9 % mehr als im Vorjahr.

Ein Viertel der Bruttoausgaben (25 %) – insgesamt mehr als 8,2 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,5 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 759 Millionen Euro.

Weitere gut 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder in Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,6 Milliarden Euro auf.

Ausgaben der Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe 2012
nach Bundesländern und ausgewählten Leistungsbereichen
in Millionen Euro

LandAusgaben
insgesamt
Veränderung
zum Vorjahr
Darunter
Ausgaben
für
Kindertages-
betreuung
Veränderung
zum Vorjahr
Hilfe zur
Erziehung 1
Veränderung
zum Vorjahr
2012%2012%2012%
1 Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen.
2 Einschließlich der Daten vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
3 Abweichungen in den Summen durch Runden der Zahlen.
Baden-Württemberg3 7827,92 50811,08565,2
Bayern4 4488,03 0649,39173,3
Berlin1 8136,01 1788,64293,4
Brandenburg1 1113,87633,42495,5
Bremen3447,217111,01464,3
Hamburg8937,756112,22441,2
Hessen2 7604,61 7025,47223,1
Mecklenburg-Vorpommern5722,73625,21556,2
Niedersachsen2 7472,41 6052,78322,1
Nordrhein-Westfalen7 1255,24 1345,42 2324,8
Rheinland-Pfalz1 6877,01 0936,74368,5
Saarland4427,82449,914614,1
Sachsen1 6745,21 2676,22598,4
Sachsen-Anhalt8414,25865,41787,9
Schleswig-Holstein9366,05478,72735,8
Thüringen7814,35634,31276,7
Deutschland 2332 2325,620 3597,08 2044,7



Quelle: Statistisches Bundesamt

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