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Minister Schmalfuß beendet gemeinsames Justizprojekt in Russland

Schleswig-Holsteins Justizminister Emil Schmalfuß hat am vergangenen Freitag in der nordrussischen Stadt Archangelsk an der Abschlussveranstaltung des Projekts "Dynamischer Mechanismus: Vermeidung und Verkürzung von stationären Maßnahmen für straffällige Kinder und Jugendliche" teilgenommen.

ARCHANGELSK/KIEL. Das mit Mitteln der Europäischen Union geförderte Projekt im Bereich sozialer Strafrechtspflege war in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam vom Land Schleswig-Holstein und der Region Archangelsk durchgeführt worden. Dabei ging es im wesentlichen um folgende Schwerpunkte:

 

  • Vermehrung und Qualifizierung professioneller Sozialarbeit mit straffällig gewordenen Menschen und ihren Angehörigen,
  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auf diesem Gebiet,
  • Spezialisierung auf Hilfeangebote für junge Menschen,
  • Vermehrung von Hilfeangeboten bei zunehmender Vermeidung repressiver Maßnahmen,
  • Förderung einer rationalen Politik im Umgang mit Kriminalität.

"Diese deutsch-russische Zusammenarbeit hat sich als Gewinn für beide Seiten erwiesen, mit guten und nachhaltigen Ergebnissen", so Schmalfuß bei der Abschlußveranstaltung des Projekts. "Es geht darum, nicht mehr die repressive Bestrafung, sondern helfende soziale Arbeit in den Mittelpunkt der Bemühungen um Kriminalitätsvermeidung und Rechtsfrieden zu stellen. Dazu wurde hier auf Bezirksebene eine auf Jugendliche spezialisierte Gerichtsbarkeit mit einer dazu gehörenden Jugendgerichtshilfe in der Praxis erprobt. Und zwar mit so guten Ergebnissen, dass Archangelsk zum überregional bedeutsamen Vorreiter für eine zeitgemäße Kriminalrechtspflege werden kann."

Quelle: Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Integration des Landes Schleswig-Holstein

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