Sie sind hier: Startseite  Im Fokus

Im Fokus

JR Düsseldorf: Comedy gegen Rechts

Eintrittskarte
Bild: M. Großmann / pixelio.de

Schon das vierte Jahr in Folge organisiert die Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Jugend zusammen mit dem Jugendring Düsseldorf den Comedy-Abend gegen Rechts. Ein bewährtes Format, bei dem junge Künstler mit Migrationshintergrund ihr Können vor meist ausverkauftem Saal zum Besten geben.

Nach Murat Topal (2011), Oliver Polak (2012) und Senay Duzcu (2013) ist diesmal dabei: Der Kabarettist Volkan Erik mit seinem Programm „Dönerwetter“.

Die Veranstaltung findet statt am 10. April 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im Haus der Jugend, Lacombletstr. 10 in Düsseldorf.

Karten gibt es ab sofort beim DGB (Friedrich-Ebert-Str. 34-38) und dem Jugendring (Haus der Jugend, Lacombletstr. 10, 40239 Düsseldorf). Eintritt bis 27 Jahre 3 Euro, darüber 5 Euro.

Volkan Erik mit Dönerwetter

Volkan Erik ist ein typischer Vertreter der neuen selbstbewussten Generation junger türkisch stämmiger Deutscher. Geboren 1981 und aufgewachsen in der Trabantenstadt Ratingen West vor den Toren Düsseldorfs hat er seinen ganz persönlichen Weg gefunden, sich kreativ und künstlerisch mit der Situation als Migrantenkind auseinander zu setzen. Nur "abhängen" wie viele Gleichaltrige war ihm zu wenig, die Battle Rhymes und die eckige Gebärdensprache der Rapper nicht sein Ding. 

Gleichsam selbstbewusst wie verletzlich, empfindlich wie einfühlsam und mit genauer Beobachtungsgabe sieht Volkan die Welt aus den verschiedensten kulturellen Perspektiven: der seiner Familie und Bekannten, der seiner türkischen und seiner deutschen Altersgenossen und deckt dabei die vielen Nuancen und Feinheiten verschiedenster Subkulturen in ganz verschiedenen Bühnenfiguren auf. 

Mühelos überschreitet Volkan die Genregrenzen zwischen Kabarett Comedy und Show. Er schaut weniger auf die Politik im Großen, sondern hat immer die Menschen im Blick, in deren Denken, Handeln, Sprache  aber auch Ängsten, Sorgen, Ticks, Verbohrtheiten, Gemeinheiten und Gewieftheiten, Träumen und Fantasien letztlich das Politische dieses Landes zur Wirkung kommt. Sie leben trotz und mit der Politik, sie richten sich ihre Nischen zum Überleben ein.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Jugendverbände vom 27.03.2014