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Gewinner des Karl-Kübel-Preises 2014 in Hessen ausgezeichnet

Zwei Organisationen haben am 10. September in der Frankfurter Paulskirche den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis (KKP) 2014 erhalten.

Der Hessische Staatssekretär und Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung Jo Dreiseitel hat am 10.09.2014 anlässlich des Karl Kübel Preises 2014 hinterlegt, dass es „heutzutage nicht mehr nur ein ganzes Dorf, sondern eine ganze Gesellschaft“ brauche, um ein Kind zu erziehen. Damit griff der Staatssekretär das Motto der Stiftung auf, um auf frühkindliche Bildung in Hessen einzugehen. „Unsere Kinder sind geprägt von hohen Erwartungen in der Bildung, einer immer schneller werdenden Welt mit einer Fülle von zu verwertenden Eindrücken und von einer Gesellschaft, in der jeder vierte einen Einwanderungshintergrund hat. Deshalb meine ich, dass wir alle gemeinsam gefordert sind, unsere Kinder zu fördern. Für die Hessische Landesregierung steht Familiensinn deshalb ganz oben auf der politischen Agenda“, erläuterte Dreiseitel in der Frankfurter Paulskirche. Er bedankte sich bei der Stiftung für ihre „unermüdliche“ Arbeit und bei den Preisträgern für ihren „herausragenden Einsatz“ für Familien und Kinder.

Zwei Organisationen haben am 10. September in der Frankfurter Paulskirche den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis (KKP) 2014 erhalten: die Familienbande Familiennetzwerk Kamen e.V. aus Nordrhein-Westfalen und das Familienzentrum und Kinderfreizeithaus Ritterburg des Vereins Nestwärme e.V. aus Berlin. Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie hatte den Preis in diesem Jahr unter dem Titel „Das macht uns stark! - Gemeinsam für frühkindliche Bildung“ ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung herausragende Initiativen, die die Ressourcen des Sozialraums als Bildungspartner für Eltern und Kinder stärken und die Bildungschancen für Familien mit jungen Kindern erhöhen.

Land Hessen investiert in die frühkindliche Bildung

Dreiseitel betonte, dass auch das Land Hessen vielfach in die frühkindliche Bildung investiere. „Wir investieren allein 425 Millionen Euro jährlich durchschnittlich in die Kleinkindbetreuung, um den Familien echte Wahlfreiheit bieten und die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Kinderbetreuung bestmöglich unterstützen zu können. Im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) für Kinder von 0 bis 10 bringen wir uns erfolgreich ein, um auch unseren Teil beizutragen die Weichen schon früh gut zu stellen“, nannte der Staatssekretär einen nur kleinen Ausschnitt aus den Aktivitäten der Landesregierung. Frühe Hilfen für junge Eltern, Alleinerziehende oder Familien mit finanziellen Problemen seien weitere Bausteine hessischer Familienpolitik ebenso wie die frühe Sprachstandserfassung. Dreiseitel führte aus, dass gerade für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund die Sprache der Schlüssel zu echter Integration sei.

Im Rahmen eines Podiums diskutierte der Sozialpolitiker mit Vertretern aus der Praxis, Gesellschaft, Wissenschaft zum Leitmotto „es braucht ein ganzes Dorf..“. Mit dabei waren aus der Praxis die Preisträger 1990 und 2010, von der Eltern-Kind-Initiative Müllheim, Christa Müller-Enders und vom Bildungsforum Mengerskirchen, Nicole Schäfer. Außerdem Sarah Sorge, Dezernentin für Bildung und Frauen, Stadt Frankfurt und Mathias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Prof.in Heide Kallert, Universität Frankfurt und Dr. Harald Seehausen, SG Bornheim.

Weiterführende Links:

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 10.09.2014

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