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Ein Fernsehtipp: Tonja Pölitz im ZDF-"auslandsjournal" über Babyhandel in Bulgarien

Ein Fernseher
Bild: Susanne Becker   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Zahlreiche deutsche Touristen verbringen - angelockt von günstigen All-Inclusive-Angeboten - derzeit ihren Urlaub an Bulgariens traumhaften Stränden. Was die Touristen nicht mitbekommen, ist die oft hoffnungslose Armut im Land. ZDF-Autorin Tonja Pölitz berichtet am Mittwoch, 25. Juli 2012, 22.15 Uhr, im "auslandsjournal" vom schmutzigen Geschäft des Babyhandels an der Grenze zwischen Griechenland und Bulgarien.

In den Elendsvierteln vieler bulgarischer Städte soll, nach Schätzungen von Hilfsorganisationen, bereits jede zweite Mutter ein Kind ins benachbarte Griechenland verkauft haben. Dort herrscht Mangel an Adoptivkindern. Bei der Aussicht, mindestens vier bis fünf Jahre auf ein Adoptivkind aus dem Waisenhaus warten zu müssen, suchen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nach Alternativen. Für bis zu
30 000 Euro bekommen sie ein Neugeborenes deutlich schneller, natürlich illegal. Auch wenn der Großteil davon in den Händen der Vermittler bleibt, finden sich in Bulgarien immer wieder verkaufsbereite Mütter. Bittere Armut, Druck von der Familie und fehlende staatliche Unterstützung treiben die jungen Frauen in die Arme der "Baby-Mafia". Dabei sind es vor allem Angehörige der ethnischen Minderheiten, die sich nicht anders zu helfen wissen. Tanja Pölitz erfährt: Es sind nicht die Bulgaren, die ihre Kinder verkaufen müssen, sondern Angehörige der Roma, die Auswege aus ihrem elendigen Leben ohne Unterkunft, ohne Geld und ohne Arbeit suchen.

Sendetermin: Mittwoch, 25. Juli 2012, 22:15, ZDF-Auslandsjournal

Quelle: ZDF

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