Sie sind hier: Startseite  Im Fokus

Im Fokus

Die SRzG fordert die Aufnahme eines Jugendvertreters in den Nachhaltigkeitsrat

Der Nachhaltigkeitsrat soll, wie der Name schon sagt, die Bundesregierung in Sachen Nachhaltigkeit beraten und den Dialog in Gesellschaft und Öffentlichkeit über Fragen der Nachhaltigkeit vorantreiben. Nach dem Regierungswechsel wurde das 15-köpfige Gremium neu besetzt. Neuer Vorsitzender wurde Hans-Peter Repnik, zuvor Parlamentarischer Staatssekretär im Entwicklungsministerium.

In dem Beratungsgremium, das alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen repräsentieren soll, sitzen anerkannte Persönlichkeiten. Aber die Gruppe, die von Nachhaltigkeit am stärksten betroffen ist, fehlt: die junge Generation. Das jüngste Ratsmitglied ist 45 Jahre alt. Der Stiftungsrat stellt die Frage: "Darf die nachrückende Generation nicht mitreden, wenn es um ihre Zukunft geht?" 

Bereits 2003 hatten engagierte Jugendliche, unterstützt auch von der SRzG, sich für die Aufnahme eines Jugendvertreters in den Nachhaltigkeitsrat stark gemacht - und stießen auf taube Ohren. Erst als der damalige Bundeskanzler Schröder höchstpersönlich zusagte (offenbar ohne vorher instruiert worden zu sein), er sei für einen Jugendvertreter im Rat, kam mit dem Fernsehmoderator Tobias Schlegl ein junges Gesicht in die Runde, der über seine Erfahrungen im Buch „Zu spät? - So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen“ berichtet. Der Rat kritisiert, dass auch bei der nächsten Neubesetzung auch der einzige Jüngere keine Berücksichtigung fand 

Aus Sicht der SRzG gibt es gute Gründe, warum sich die Jugend oft nicht ernst genommen fühlt, wenn sie selbst bei Fragen der Nachhaltigkeit nicht mitreden darf. Der Rat weist darauf hin, dass es Zeit wird, die Repräsentationslücke der Jugend zu schließen. Die SRzG wird sich anlässlich der nächsten Konferenz des Nachhaltigkeitsrates im September an die Bundeskanzlerin wenden und für die Wiederaufnahme eines Jugendvertreters einsetzen. 

Mehr Informationen unter: http://www.generationengerechtigkeit.de/#PM

Quelle: Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, Newsletter vom 16.08.2010

 

Info-Pool