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Die Offene Gesellschaft: Engagement für ein offenes und demokratisches Deutschland

Viele Jugendliche stehen im Kreis und halten ihre Hände aufeinander
Bild: PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

Mit Unterstützung von Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kultureinrichtungen, Unternehmen und Prominenten startet die Initiative 365 x Offene Gesellschaft mit Aktionen in ganz Deutschland. Ein Jahr vor der Bundestagswahl will sie der schweigenden Mehrheit eine Stimme geben und eine positive Debatte über die Zukunf der offenen Gesellschaft führen.

"Obwohl mehr als vier Fünftel der Wählerinnen und Wähler ihr Votum für Freiheit und Demokratie abgeben, gilt die ganze Aufmerksamkeit der Politik dem einen Fünftel, das eine offene Gesellschaft nicht will", sagte der Sozialpsychologe und Mitinitiator Harald Welzer in Berlin. "Das wollen wir ändern."

Schweigender Mehrheit eine Stimme geben

Ziel der Initiative ist es, der "schweigenden Mehrheit" im Jahr vor der Bundestagswahl eine Stimme zu geben und eine positive Debatte über die Zukunft der offenen Gesellschaft zu führen. Die Initiative wird von Vertretern der Zivilgesellschaft aus allen Bereichen getragen.

"Wir unterstützen die Initiative, weil gerade die Mitte der Gesellschaft ermutigt werden muss, sich für ihre Werte stark zu machen", sagte der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, bei der Pressekonferenz. Die Diakonie mit über 400.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 700.000 Freiwilligen unterstützt die Offene Gesellschaft mit vielen Veranstaltungen und Aktionen.

Engagement für Demokratie und offene Gesellschaft

Auch der scheidende Direktor des Victoria and Albert Museums, Martin Roth, setzt sich ab sofort persönlich für die Initiative ein. "Es ist nicht die Zeit für business as usual. Man muss sich politisch wieder viel mehr für die Demokratie und für die offene Gesellschaft engagieren", so Roth.

Mindestens 365 Aktionen sollen bis zur Wahl unter dem Dach der Offenen Gesellschaft in Deutschland stattfinden. Mitmachen kann jeder - Einzelpersonen genauso wie Kommunen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen. Die Initiative bietet für alle Interessierten Unterstützung und Leitfäden für eigene Aktivitäten. Gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung wurde hierfür ein Förderprogramm ins Leben gerufen, bei dem bis zu 3.000 Euro für die eigene Idee beantragt werden können (www.bosch-stiftung.de/offenegesellschaft).

Über 50 Aktionen und Veranstaltungen stehen bereits fest, darunter Debatten, Festivals, Barcamps, Lesungen, Filmpremieren oder Theaterstücke. Schon heute hat die überparteiliche Initiative mehr als 500 Freundinnen und Freunde.

Hierzu zählen zum Beispiel die Schauspielerin Katja Riemann sowie Esra Kücük vom Maxim Gorki Theater, die am Donnerstag ebenfalls die Initiative in Berlin vorstellten. Weitere Unterstützer sind z.B. der Präsident des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, der Philosoph Richard David Precht oder der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld.

Gefördert wird die Initiative von der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, den Open Society Foundations und der Diakonie Deutschland. Initiatoren sind Andre Wilkens, Alexander Carius, Stefan Wegner und Harald Welzer. Alle Informationen zum Mitmachen unter: www.die-offene-gesellschaft.de.

Quelle: Diakonie Deutschland vom 22.09.2016

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