Sie sind hier: Startseite  Im Fokus

Im Fokus

„Der Jugend ein Stück Kirche zurückerobern“ - Elke Eisenschmidt in den Rat der EKD gewählt

Die 28-jährige Dr. Elke Eisenschmidt ist in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Bereits im zweiten Wahlgang erhielt die junge Magdeburgerin mit 112 von 145 abgegebenen Stimmen die erforderliche Zweidrittelmehrheit für die Wahl in das Leitungsgremium.

„Der Jugend ein Stück Kirche zurückerobern - das ist mein Programm für die nächsten sechs Jahre“, erklärte Elke Eisenschmidt nach ihrer Wahl. Persönlich liege ihr schon aufgrund ihres eigenen Hintergrunds das „Zusammendenken und Zusammenführen von Glaube und Naturwissenschaften am Herzen“.

Der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) Mike Corsa gratulierte Elke Eisenschmidt und wünschte ihr Gottes Segen für ihre Arbeit in diesem Ehrenamt. „Mit der Wahl des ersten jungen Ratsmitglieds in der Geschichte der EKD zeigt die Kirche, dass der Reformprozess Kirche im Aufbruch auch vor ihren eigenen Leitungsgremien nicht halt macht“, so Corsa. Dies sei ein weiterer Schritt hin zur vollen und gleichberechtigten Beteiligung junger Menschen in ihrer Kirche. In der im Mai 2009 neu konstituierten 11. Synode der EKD sind erstmals sechs von 126 Synodalen unter 30 Jahre alt.

Die 1981 geborene Magdeburgerin Dr. Elke Eisenschmidt arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Nach ihrem Studium in Magdeburg und Paris promovierte sie 2009 im Fach Mathematik. Ehrenamtlich engagierte sie sich u. a. in der Mitarbeit und Leitung der Evangelischen Jugend der Kreuzgemeinde Magdeburg sowie im Evangelischen Studienwerk Villigst.

Die Wahl des neuen Rats der EKD fand im Rahmen der 2. Tagung der 11. Synode der EKD statt, die vom 25. bis 29. Oktober in Ulm tagt. Der Wahlvorschlag des Ratswahlausschusses umfasste 22 Personen, davon zehn Frauen und zwölf Männer. Neun Personen sind Leitende Geistliche einer Gliedkirche der EKD, zehn sind Nicht-Theolog(inn)en. Wahlberechtigt waren die 126 Mitglieder der Synode und die Mitglieder der Kirchenkonferenz der EKD, die von den Leitungen der Gliedkirchen gebildet wird.

Dem Rat der EKD gehören für sechs Jahre 15 Mitglieder an, von denen 14 gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt werden; die Präses der Synode ist 15. Mitglied kraft Amtes. Aus der Mitte der gewählten Ratsmitglieder bestimmen Synode und Kirchenkonferenz gemeinsam die/den Vorsitzende(n) des Rates und deren/dessen Stellvertreter(in). Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Christenheit in der Äffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej)

 

Info-Pool