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Bundeskanzlerin ermutigt Spielebranche, Computerspiele stärker als Bildungsträger auszubauen

Ein Junge und ein Mädchen spielen ein Computerspiel
Bild: ©stefanolunardi - Fotolia.com

Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung der gamescom 2017 am 22. August betont Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem neuen Video-Podcast, die Spielebranche sei ein wichtiger Teil unserer Kulturpolitik. Öffentliche Anerkennung helfe, Vorurteile abzubauen.

"Die Spielebranche ist eine ganz wichtige", sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Deshalb habe man sie "Schritt für Schritt als Teil der Kreativwirtschaft in unserer Kulturpolitik gestärkt". Seit 2008 sind Computerspiele offiziell als Kulturgut anerkannt. Der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen sei inzwischen Mitglied im Deutschen Kulturrat. Und mit dem Deutschen Computerspielpreis machten Wirtschaft und Politik gemeinsam deutlich, was wertvolle und wichtige Spiele seien. Diese öffentliche Anerkennung helfe, das Vorurteil abzubauen, es gehe nur um Gewaltspiele. "Das halte ich für den eigentlichen gesellschaftlichen Durchbruch", sagt Merkel.

gamescom 2017

Die Bundeskanzlerin eröffnet am 22. August in Köln die Computerspielmesse "gamescom 2017". Sie freue sich auf den Besuch, sagt Merkel. Deutschland brauche die Branche. Die Bundesregierung habe in dieser Legislaturperiode daher die Förderinstrumente noch einmal verbessert, etwa mit dem High-Tech Gründerfonds oder der KfW-Kreditunterstützung.

"Ich glaube, das hilft der Spielebranche insgesamt", sagt Merkel. Es bestehe aber noch immer ein großer Fachkräftemangel. "Wir müssen aufpassen, dass Kreative nicht sofort weggekauft werden", sagt Merkel. Um Deutschland als Standort für die Games-Branche zu stärken, bedürfe es kreativer Köpfe und digitaler Fachleute. "Deshalb haben wir uns sehr dafür eingesetzt, dass wachsende Unternehmen bessere steuerliche Bedingungen haben, um Kapital aufzunehmen." Auf diese Weise hätten die Unternehmen die Chance, auch in Europa oder in Deutschland zu wachsen.

Studiengänge und Lehrstühle schaffen

Die Branche selbst müsse sich für entsprechende Studiengänge und Lehrstühle einsetzen, empfiehlt Merkel. Dazu sollte sie ihre Wünsche und Forderungen an die Universitäten und Fachhochschulen und den Berufsausbildungsbereich richten. Merkel regte in diesem Zusammenhang auch Stiftungslehrstühle an, um "einen Stein ins Wasser zu werfen".

Video-Podcast der Bundeskanzlerin

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 19.08.2017

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