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Im Fokus / Kinder- und Jugendarbeit

28 Jahre Berlin mit und ohne Mauer – Tag des Gedenkens und der Freude

Gedenkstreifen an Berliner Mauer mit Schriftzug
Bild: emilyalp - www.pixabay.de (CC0)

28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage stand die Berliner Mauer. Am 5. Februar ist ihr historischer Fall ebenso lange her. Wie sich die Mauer und die Stadt entlang des ehemaligen Grenzstreifens veränderte, zeigt die Stiftung Berliner Mauer unter anderem mit einer ungewöhnlichen Fotoausstellung. Ziel ist es, dass gerade junge Menschen sich ein Bild von den Hintergründen und Auswirkungen der Teilung machen können, betont Staatsministerin Grütters.

Ungläubig beobachten junge Männer den Mauerbau an der Zimmerstraße/Ecke Markgrafenstraße. Auf ausrangierten grünen Polsterstühlen spielen Kinder mitten in der West-Berliner Brache entlang der Mauer am Bethaniendamm. 58 Fotografien - jedes aus einem der Jahre zwischen 1961 und 2018.

Alltagsleben im geteilten Berlin

Die Aufnahmen zeigen ungewöhnliche Details, auch jenseits der politischen Ereignisgeschichte. Alle stammen aus der Sammlung der Gedenkstätte Stiftung Berliner Mauer. Die größtenteils privaten Fotos werden erstmals gezeigt - deutsch-deutsche Identität aus ungekannter Perspektive.

Nichts ist so eindrucksvoll wie das Original

Zu dem ungewöhnlichen Jahrestag blickt auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf die Mauer und die Geschichte Berlins zurück: "28 Jahre lang war die Berliner Mauer das weltbekannte Symbol der Gnadenlosigkeit des SED-Regimes und der Teilung Berlins." Doch auch im heutigen Berlin, längst zusammengewachsen, attraktive europäische Metropole und ohne Mauer, müssten sich gerade junge Menschen ein Bild von den Hintergründen und Auswirkungen der Teilung Berlins und Deutschlands machen können.

Arbeit der Gedenkstätten bleibt wichtig

Grütters würdigte die Arbeit der Gedenkstätten. Es sei wichtig, zu vermitteln, wo Widerspruch, Hinterfragen, Eintreten für demokratische Werte und gegen Ausgrenzung im Alltag notwendig sind. "Die Gedenkstätten leisten eine wertvolle Erinnerungs- und Bildungsarbeit und machen begreifbar, wie hart erstritten und erkämpft unsere demokratischen Errungenschaften sind".

Die Kulturstaatsministerin stellt für die Gedenkstätte "Stiftung Berliner Mauer" im laufenden Jahr als institutionelle Förderung 1.404.000 Euro bereit. 2017 kamen rund 956.000 Gäste in die Gedenkstätte Berliner Mauer.

Weitere Veranstaltungen zum "Zirkeltag"

Neben der Fotoausstellung diskutieren am "Zirkeltag" Fachleute, Künstler und Aktivisten, wie Künstlerinnen und Künstler helfen können, Mauern wahrnehmbar zu machen – und zu untergraben. Thema einer weiteren Diskussion sind die heute existierenden Mauern – ob im Sozialgefälle, in der Flüchtlingsfrage oder zwischen Demokraten und Antidemokraten.
Eine weitere Runde widmet sich der Frage: Was ist aus der vielbesprochenen "Mauer in den Köpfen" geworden? und: Welche Rolle wird die Mauer in Zukunft für Jüngere spielen?

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 05.02.2018