Förderinformationen / Kinder- und Jugendpolitik

„SpielRäume schaffen“ in Bremen: 85.000 Euro Fördermittel für 2020

Junge spielt alleine im Sandkasten
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75.000 Euro stellt die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport im Projekt „SpielRäume schaffen“ zur Verfügung, um damit kleine und kleinste private Initiativen zu unterstützen, die zusätzliche Spielräume in der Stadt schaffen. Das Deutsche Kinderhilfswerk steuert weitere 10.000 Euro bei. Im Jahr 2020 soll der Förderfonds insbesondere private Anwohnerinitiativen fördern, die stärker als bisher bei Sicherheitskontrollen und Reparaturen unterstützt werden sollen.

Unabhängig von den Mitteln des Förderfonds investiert das Bremer Sozialressort seit 2016 jährlich eine Million Euro in die Substanz der städtischen Spielplätze, nach den Haushaltsbeschlüssen der Bremischen Bürgerschaft stehen im Jahr 2020 rund 1,34 Millionen Euro zur Verfügung, für 2021 sind 1,4 Millionen Euro veranschlagt.

Kinder brauchen Spielflächen in ihrem direkten Lebensumfeld

„Mit dem Projekt "SpielRäume schaffen" wollen wir öffentlich zugängliche Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche schaffen und bestehende Flächen aufwerten", sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales Jugend, Integration und Sport. Außerdem könnten einzelne Spielaktionen für Kinder gefördert werden. "Besonders wichtig ist uns dabei die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Planung und Ausführung der Projekte“, sagte die Senatorin. Die maximale Fördersumme betrage bis zu 5.000 Euro für jedes einzelne Projekt.

„Kinder brauchen ausreichend Spiel- und Bewegungsflächen auch in ihrem direkten Wohn- und Lebensumfeld", hob Senatorin Stahmann hervor. Die Gemeinschaftsaktion "SpielRäume schaffen“ mit dem Deutschen Kinderhilfswerk leiste dazu einen kleinen, aber wichtigen Beitrag, „und das relativ unkompliziert ohne große Hürden, sodass selbst Straßen- und Hausgemeinschaften, Familien, Elterngruppen und sogar Einzelpersonen die Unterstützung beantragen können“.

Junge Menschen bei der Planung von Projekten zur Bewegungsförderung beteiligen

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes sagte: „Es ist kein Wunder, dass die Klagen darüber, dass sich unsere Kinder im Alltag nicht mehr ausreichend bewegen, immer mehr zunehmen. Sind sie doch vielfach die Opfer von Wohnraumverdichtung, auf das Auto zugeschnittenen Verkehrsflächen und vernachlässigten Spielräumen. Ganz wichtig ist, dass neben Kindergärten und Schulen sowie dem häuslichen Umfeld die Kinder und Jugendlichen selbst bei der Planung und Ausführung von Projekten zur Bewegungsförderung einbezogen und beteiligt werden. Die Projektmittel, die wir gemeinsam mit der Stadtgemeinde Bremen zur Verfügung stellen, sollen solche Projekte fördern.“

Über das Projekt „SpielRäume schaffen“

Im Rahmen der 1998 ins Leben gerufenen Gemeinschaftsaktion sind in den vergangenen 22 Jahren vielfältige Projekte in ganz Bremen entstanden, vor allem auf Schulhöfen und im Außenbereich von Kindergärten, in Kleingartengebieten, im Straßenraum, in Grünanlagen und auf Sportplätzen. Diese Projekte sollen möglichst im unmittelbaren Wohnumfeld der Kinder liegen. Gefördert werden auch temporäre Spielaktionen und mobile Spielgeräte, wenn sie vor Ort aufbewahrt und den Spielenden regelmäßig öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Eine Förderung kann drei Jahre in Folge beantragt werden. Alle Antragstellenden verpflichten sich, den Spielraum nach dem zuletzt gestellten Antrag fünf Jahre offen zu halten.

Wer kann einen Antrag stellen?

  • Elterngruppen
  • Einzelpersonen
  • Familien
  • Straßen- und Hausgemeinschaften
  • Initiativen
  • Selbsthilfegruppen
  • Vereine (z.B. Schul-, Sport-, Kleingarten-, oder ähnliche Vereine)
  • Kirchengemeinden und andere gemeinnützige Glaubensgemeinschaften
  • Jugendbeiräte

Weitere Informationen zur Antragstellung und zu den Förderrichtlinien sind auf der Homepage des Deutschen Kinderhilfswerkes zu finden unter www.dkhw.de/bremen

Quelle: Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport Bremen vom 06.08.2020

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