Schleswig-Holstein

Präsenzunterricht ist das beste Mittel gegen Lernrückstände und psychosoziale Folgen

In einem Klassenzimmer melden sich alle Schülerinnen und Schüler

Am 20. Mai 2021 wurde im Landtag betont, dass das beste Mittel, um Lernrückständen und psychosozialen Folgen der Pandemie entgegenzuwirken, Präsenzunterricht sei. Es sei auch unstrittig, dass die vergangenen Monate Spuren bei Kindern und Jugendlichen hinterlassen hätten. Die psychosozialen Belange und mögliche Lernrückstände müssen deshalb im Blick behalten werden.

Deshalb wurde im Landtag auf die zusätzlichen Mittel verwiesen, die das Land für das Programm „Lernchancen“ bereits im Februar zur Verfügung gestellt habe. Auch für die Sommerferien werde ein Lernangebot geplant.

„Es soll wieder Unterstützungsangebote für die Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch geben, aber auch für die Stärkung der personalen und sozialen Kompetenzen, im Sport und in musikalischer und kultureller Bildung. Außerschulische Bildungsangebote werden hier explizit mit einbezogen," so Bildungsministerin Karin Prien im Landtag.

Die Aufarbeitung der Pandemie sei ein nationaler Kraftakt, so die Ministerin weiter, und das „Aktionsprogramm Aufholen“ des Bundes sei dabei eine wichtige Hilfe.

„Das Aktionsprogramm besteht aus zwei Säulen. Mit rund einer Milliarde Euro werden Nachhilfe- und Förderprogramme für Schülerinnen und Schüler unterstützt. Eine weitere Milliarde ist für die Aufstockung der sozialen Unterstützung vorgesehen, um die psycho-sozialen Folgen der Krise für Kinder und Jugendliche abzufedern. Auch davon profitieren unsere Schulen."

Dazu gehörten auch weitere Mittel für zusätzliche Sozialarbeit und für die Freiwilligendienste, zum Beispiel durch die Aufstockung von bestehenden Verträgen die etablierte Beziehungsarbeit der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Jetzt müsse es darum gehen, die bereits vorhandenen und bewährten Strukturen und neue Programme aufeinander abzustimmen und anzupassen. Momentan würden deshalb bereits bestehende Konzepte und Richtlinien der Kommunen evaluiert. Die Auswertung bilde dann die Grundlage für eine Workshop-Reihe zur Erarbeitung eines Orientierungsrahmens für die Schulsozialarbeit.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein vom 20.05.2021

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