Förderinformationen / Digitalisierung und Medien

#Internetkannich: Förderwettbewerb für mehr Netzkompetenz bei Kindern und Jugendlichen

Vier Jugendliche, die Spaß daran haben ein Selfie zu machen, darüber steht geschrieben Hashtag Internet kann ich
Bild: © ERGO Stiftung

Unter dem Motto #Internetkannich sucht die ERGO Stiftung „Jugend & Zukunft“ innovative Initiativen und Projekte, die Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien sensibilisieren. Bewerben können sich bis zum 30. September 2019 gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland. Die Preisträger werden mit insgesamt 40.000 Euro gefördert.

Über die Hälfte aller 10- bis 18-Jährigen Handynutzer kann sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Mit 97 Prozent ist ab dem 12. Lebensjahr fast jeder Jugendliche online. Genauso schnell, wie der Zugang funktioniert, können Kinder und Jugendliche aber auch negative Erfahrungen im Internet machen. Genau bei diesen Risiken will der neue Förderpreis der ERGO Stiftung zum Thema Netzkompetenz mehr Bewusstsein schaffen.

Projekte gesucht, die Kinder und Jugendliche für bewussten Umgang mit digitalen Medien sensibilisieren

Gesucht werden ab sofort bis zum 30. September deutschlandweit gemeinnützige Initiativen und Projekte, die Kindern und Jugendlichen einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Dazu zählt die allgemeine Sensibilisierung genauso wie die Aufklärung zu einzelnen Themen wie Privatsphäre oder Cybermobbing.

„Besonders in einem Alter, in dem sich die eigene Persönlichkeit gerade erst entwickelt, können die sozialen Netzwerke großen Druck ausüben – das erleben auch die Mitarbeiterinnen der ERGO Stiftung in ihrer tagtäglichen Arbeit in lokalen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Wir wollen Kinder und Jugendlichedabei unterstützen, die Fallstricke im Netz besser einzuschätzen“, kommentiert Harald Christ, Vorstandsvorsitzender der ERGO Stiftung, die Initiative.

Einsatz innovativer digitaler Tools und Peer-to-Peer-Arbeit werden besonders berücksichtigt

Den Einsatz innovativer digitaler Tools will die Stiftung bei der Auswahl der Gewinner besonders berücksichtigen. „Außerdem laden wir vor allem Projekte zur Bewerbung ein, die sich auf den Schutz der Privatsphäre konzentrieren oder in deren Rahmen Jugendliche selbst Gleichaltrige oder Jüngere aufklären,“ erläutert Mark Klein, Vorstandsvorsitzender ERGO Digital Ventures und Juror des Förderwettbewerbs. „Dies ist auch ein Gedanke unserer begleitenden Social Media Kampagne: Unter dem Motto #Internetkannich klärt eine junge ERGO Kollegin locker und verständlich über typische Irrtümer von Jugendlichen im Netz auf“.

Über den Wettbewerb

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche so gut wie möglich über die Risiken der digitalen Mediennutzung aufzuklären – insbesondere diejenigen, denen Eltern oder soziales Umfeld wenig oder keine Orientierung geben können. Insbesondere sind Initiativen und Projekte zur Teilnahme eingeladen, die

  • Informationen zum Schutz der Privatsphäre vermitteln, da Kinder und Jugendliche hier besonders angreifbar sind;
  • einen Peer-to-Peer Ansatz verfolgen, da Kinder und Jugendliche auf den Rat der Peers erfahrungsgemäß am ehesten hören;
  • in der Kompetenzvermittlung auf innovative digitale Tools setzen und für die Entwicklung IT-Unterstützung brauchen können.

Der Wettbewerb wird deutschlandweit in vier Regionen ausgeschrieben und pro Region jeweils ein Projekt ausgezeichnet. Die Gewinner werden jeweils mit einem Preisgeld von 7.000 Euro, Coachings im Rahmen eines Workshops in Berlin im Wert von 3.000 Euro sowie mit IT-Leistungen gefördert.

Bewerbungen können bis zum 30. September 2019 eingesandt werden. Informationen zur Ausschreibung sind zu finden unter www.ergo-stiftung.com/foerderwettbewerb

Quelle: ERGO Stiftung „Jugend & Zukunft“ vom 10.07.2019

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