Förderung der Erziehung in der Familie

VBE-Tipp zur Adventszeit: Etwas weniger Geschenke - dafür mehr Zeit für Kinder

Ein Weihnachtsbaum und Geschenke

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg wirbt dafür, sich im Vorweihnachtsrummel keinem Kaufrausch nach dem Motto „Jetzt kaufen – erst morgen bezahlen!“ hinzugeben, sondern Kindern statt allzu vieler Päckchen lieber wieder etwas mehr persönliche Zeit zu schenken.

Die Advents- und Vorweihnachtszeit verliert immer mehr die eigentliche, christliche Bedeutung und ist stattdessen zu einer festen Größe in der Jahreskalkulation der Ge­schäftsleute geworden. Das Motto „Mehr Geschenke – weniger gemeinsame Zeit“ hat sich nach Auffassung des VBE als besonders negativ für Kinder herausgestellt, die in erster Linie auf emotionale Zuwendung und nicht auf eine Fülle von Spielzeug ange­wiesen sind. „Weil Kinder und Jugendliche immer mehr in virtuelle Lebenswelten flüchten, wäre es heute wichtiger denn je, dass Eltern in ihre Söhne und Töchter Zeit investierten und ihnen durch persönliche Zuwendung signalisierten, wie wertvoll und wichtig sie ihnen sind“, ermuntert VBE-Chef Gerhard Brand Väter und Mütter, sich in diesen hektischen Tagen bewusst mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen. Smartphone, Play-Station, X-Box oder der Tablet-Computer zu Weihnachten bedeuteten zwar die Er­füllung so manchen Kindertraumes, seien jedoch nie Ersatz für die Gegenwart der Eltern. „Kinder und Jugendliche brauchen mehr denn je Ansprechpartner aus Fleisch und Blut, mit denen sie über alles reden können“, sagt Brand.

   Energisch wendet sich der VBE gegen Killerspiele und Horrorfilme auf dem Gaben­tisch. „Selbst wenn es noch immer Unverbesserliche gibt, die abstreiten, dass eine gene­relle Gefahr für junge Menschen von Ballerspielen und Gewaltfilmen ausgehe, passen das christliche Fest des Friedens auf Erden und das virtuelle Morden auf dem Bild­schirm irgendwie nicht zusammen“, so der VBE-Chef.

   Wenn Eltern Geschenke aussuchen, sollten sie verstärkt darauf achten, pädagogisch wertvolles Spielzeug zu erwerben, das die Entwicklung der Kinder positiv fördert und Raum für die eigene Fantasie und Kreativität lässt. Spielzeug, das zu Zerstörung und Gewalt animiert, hat nach Auffassung des VBE grundsätzlich nichts unter dem Weih­nachtsbaum verloren.

Quelle: Verband Bildung und Erziehung vom 04.12.2013