Förderung der Erziehung in der Familie

Sozialminister Bischoff lobt das Projekt der Familienhebammen

Ein schlafendes Baby

Sozialminister Norbert Bischoff hat das vor sieben Jahren gestartete Projekt der Familienhebammen als ein „Erfolgsmodell made in Sachsen-Anhalt“ bezeichnet.

Bischoff erklärte in  Magdeburg: „Wir haben in Sachsen-Anhalt gezeigt, dass effektive Hilfe für Familien mit Unterstützungsbedarf möglich ist. Der Bund und die anderen Länder haben dieses Erfolgsmodell mit der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ übernommen, die seit 2012 wirkt.“

Der Minister äußerte sich zuversichtlich, dass der im Bundeskinderschutzgesetz verankerte Übergang der Verantwortung und Koordinierung für die Familienhebammen vom Land an die Kreise und kreisfreien Städte erfolgreich gelingt. Bischoff: „Die Signale aus dem Land sind überwiegend positiv. Die kommunale Ebene ist sich ihrer Verantwortung für den Kinderschutz bewusst. Das Land steht mit seinem „Zentrum Frühe Hilfen für Familien“ im Sozialministerium weiterhin als kompetenter Partner  bereit. Wir haben dieses Projekt aus der Taufe gehoben, wir werden weiterhin alles dafür tun, dass es prächtig gedeiht. Ich kann nicht erkennen, dass es in der wichtigen Begleitung der Familien Einbrüche geben muss.“

Mit der Verlagerung der Verantwortung für Familienhebammen auf die kommunale Ebene sind auch dort alle Absprachen und Entscheidungen zu den Konditionen zu treffen. Das Ministerium hat Empfehlungen für ein landesweit vergleichbares Vorgehen gegeben. Unter anderem wurde kalkuliert, dass eine Stunde Arbeit in der Familie  mit etwa 42 bis 45 Euro angemessen honoriert ist.

Landesweit sind 47 Familienhebammen im Einsatz. In den Jahren 2006 bis 2011 wurden sie ausschließlich mit Landesgeld finanziert. Knapp zwei Millionen Euro wurden dafür aufgewendet. Im ersten Jahr der Bundesfinanzierung erhielten Familienhebammen in Sachsen-Anhalt 2012 etwa 410.000 Euro, für das laufende Jahr sind 573.000 Euro als Kosten kalkuliert.

Weitaus mehr als 1.000 Familien und Alleinerziehende mit Kindern wurden seit 2006 von Familienhebammen begleitet. Familienhebammen nehmen zum Großteil bereits vor der Geburt Kontakt mit den Familien auf, um bereits während der Schwangerschaft zu unterstützen. Die Inanspruchnahme der Familienhebamme ist für die Familie kostenfrei. Kontakte vermitteln Jugend- und Gesundheitsämter ebenso wie Kinderärzte oder Gynäkologen.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt vom 01.03.2013