Förderung der Erziehung in der Familie / Qualifizierung

Mentalisieren in den Frühen Hilfen – Fachkräfte für Modellprojekt gesucht

Eine junge Mutter sitzt mit ihrem Baby einer Beraterin gegenüber, beide lächeln.
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Mentalisieren ist die Fähigkeit, sich neugierig und mitfühlend in sich und andere hineinzuversetzen, um so den Umgang mit schwierigen Beziehungssituationen im Kontakt mit Familien in den Frühen Hilfen zu erleichtern. Zur Entwicklung eines Trainingsmoduls sucht das Nationale Zentrum Frühe Hilfen Fachkräfte, die das Modul erproben. Flankiert wird das Projekt von einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) fördert ein Projekt zur Mentalisierung in den Frühen Hilfen. Ziel ist, ein Handbuch zu erstellen, das die Grundlage für ein Training zur Stärkung der Mentalisierungskompetenz von Fachkräften und Freiwilligen in den Frühen Hilfen bildet. Mentalisieren beschreibt die Fähigkeit, sich neugierig und mitfühlend in sich und andere hineinzuversetzen, um so den Umgang mit schwierigen Beziehungssituationen im Kontakt mit Familien in den Frühen Hilfen zu erleichtern.

Stärkung der Metalisierungskompetenz von Fachkräften

Das Institut für Psychosoziale Prävention des Universitätsklinikums Heidelberg entwickelt ein Trainingskonzept und ergänzende Materialien zur Stärkung der Mentalisierungskompetenz von Fachkräften und Freiwilligen in den Frühen Hilfen und ist für die Durchführung des Gesamtprojektes zuständig. Das Projekt beinhaltet neben dem Training zur Stärkung der Mentalisierungskompetenz auch die wissenschaftliche Untersuchung der eingesetzten Methoden.

Das NZFH fördert das Projekt als einen Beitrag zur Entwicklung bedarfsorientierter und qualitativ hochwertiger Konzepte zur Qualifizierung von Akteuren in den Frühen Hilfen.

Fachkräfte für die Modellphase des Trainingsmoduls gesucht

Für die modellhafte Erprobung des Trainingsmoduls im Januar und Februar 2019 sucht das Institut noch Fachkräfte der Frühen Hilfen, z.B. Familienhebammen (FamHeb), Familien-Gesundheits- Kinderkrankenpflegerinnen, und -pfleger (FGKiKP), und freiwillig Engagierte, die in den Frühen Hilfen, z.B. in Patenschaftsprojekten, tätig sind. Die Teilnahme an der Trainingsphase ist kostenlos, die Fahrtkosten zum Trainingstag an einem der drei Standorte, Heidelberg, Köln und Berlin, werden analog dem Bundesreisekostengesetz erstattet.

Weitere Informationen zum Training und der begleitenden Studie sowie die Möglichkeit, sich zur Teilnahme anzumelden, bietet die Projektseite des Instituts für Psychosoziale Prävention des Universitätsklinikums Heidelberg Mentalisierungskompetenz in den Frühen Hilfen.

Quelle: Nationales Zentrum Frühe Hilfen

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