Förderung der Erziehung in der Familie / Hilfen zur Erziehung

„KIDS“ für Frühintervention bei schwangeren Suchtmittelabhängigen - „Frühe Hilfen“ für Eltern und Kinder

„Das Projekt „KIDS“ erreicht suchtabhängige schwangere Frauen und bietet Ihnen die notwendigen Hilfen an“, sagte Jürgen Banzer, Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, am vergangenen Donnerstag beim Besuch der Drogenhilfe Nordhessen.

Kassel. „Den betroffenen Frauen kann so zu einem suchtfreien Leben verholfen werden und durch die konkreten Hilfen ist es außerdem möglich den Ungeborenen und Neugeborenen einen guten Schutz zu gewährleisten“, so weiter Jürgen Banzer. 

Das Projekt „KIDS“ richtet sich vor allem an suchtabhängige werdende Mütter. Ziel sei es die Frauen zu einem suchtfreien Leben zu bewegen. „So kann durch konkrete Hilfen einer frühen Schädigung von Kindern und einer eventuelle Gefährdungen des Kindeswohls vorbeugend begegnet werden“, so der Minister. Der Drogenhilfe Nordhessen geht es dabei nicht um den Aufbau neuer Hilfen, sondern um eine Zusammenführung der bestehenden Hilfestellungen zu einem übergreifenden Kooperationsnetzwerk.

Ein weiteres Projekt der Drogenhilfe Nordhessen ist „Frühe Hilfen“. Es wird in den nordhessischen Landkreisen Kassel, Hersfeld Rotenburg, Werra-Meißner und Schwalm-Eder umgesetzt und richtet sich an Eltern in Risikolagen. Die betreffenden haben z.B. Erfahrungen mit Suchterkrankungen, Gewaltstörungen, sind schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten oder haben Missbrauch und Vernachlässigung erfahren. Ziel des Projektes ist es, Eltern frühzeitig zur Annahme von Hilfen zu motivieren. „Der aktive Kontakt zu Familien in schwierigen Lebenslagen soll dazu beitragen, problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. So wird den Familien ein niedrigschwelliger Zugang zu Hilfsangeboten ermöglicht“, betonte der Minister. 

Das Projekt „KIDS“ der Drogenhilfe Nordhessen erhält vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit im Jahr 2010 eine Zuwendung von 33.000 Euro. Das Modellprojekt „Frühe Hilfen“ wird vom Ministerium mit 64.000 Euro gefördert. „Die Arbeit der Drogenhilfe Nordhessen leistet einen großen Beitrag dazu, dass drogenabhängige Menschen wieder einen Zugang in die Gesellschaft erhalten und ihnen so die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe gegeben wird. Jeder Mensch in unserer Gesellschaft wird gebraucht. Mein Ziel ist es niemanden zurückzulassen“, sagte Jürgen Banzer abschließend.

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