Förderung der Erziehung in der Familie

Familienbildung im Netzwerk - Modellprojekt soll in ganz Rheinland-Pfalz umgesetzt werden

Ein Baby liegt im Bett und gähnt

Das Modellprojekt „Netzwerk sozialraumorientierte Familienbildung im Landkreis Germersheim“ soll nach dreijähriger Laufzeit landesweit umgesetzt werden.

„Es hat sich als wirkungsvoll erwiesen, den Jugendämtern die Koordination von Familienbildungsangeboten zu übertragen“, sagte Familienministerin Irene Alt auf der gemeinsamen Bilanzpressekonferenz mit Landrat Dr. Fritz Brechtel in Bellheim.

Indem Kurse oder Gesprächskreise in Regelinstitutionen wie den Kindertagesstätten stattfanden, konnten Familien erreicht und unterstützt werden, die in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Ministerin Alt: „Das Modell im Kreis Germersheim war ein voller Erfolg, denn es ist gelungen, unsere Zielgruppe zu erreichen, ohne sie zu stigmatisieren. Die Ergebnisse sind so vielversprechend, dass es sich lohnt, dieses Konzept auf das ganze Land auszudehnen“.

„Die Kommunikation zwischen allen Akteuren wurde durch das Modellprojekt verbessert und Familien nahmen Angebote wahr, die ihre Erziehungs- und Familienkompetenzen stärkten. Dies war letztlich präventiver Kinderschutz. Gleichzeitig zeigt sich an diesem Beispiel wieder einmal, dass die Landkreise für zahlreiche Maßnahmen, die in der Fläche wirken müssen, die richtige Umsetzungsebene sind“, ergänzte Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Über das Landesprogramm Kita!Plus erhalten die Kommunen jetzt dauerhaft die Möglichkeit, pro Jahr 15.000 Euro für die Koordination von Familienbildungsangeboten zu beantragen und so gemeinsam mit den Freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe Kontakte zu den Familien mit Unterstützungsbedarf aufzubauen. Durch das Bundeskinderschutzgesetz stünden den Kommunen weitere Mittel zur Verfügung, um konkrete Maßnahmen von Familienbildung und Frühen Hilfen zu finanzieren.

Das Land hat das Modellprojekt im Kreis Germersheim mit insgesamt 60.000 Euro gefördert. Die Jugendämter haben zudem die Möglichkeit, ihren Praxisprozess durch eine Fachberatung begleiten zu lassen.

Quelle: Die Landesregierung Rheinland-Pfalz vom 13.09.2012

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