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Förderung der Erziehung in der Familie

Elisabethpreis 2009: „Familien den Rücken stärken“

Für 76 Prozent der deutschen Bevölkerung ist die Familie das wichtigste Lebensfeld. Grund genug für den Diözesan-Caritasverband Hildesheim, die 2. Auflage des Elisabethpreises (Premiere war 2007) unter das Motto „Familien den Rücken stärken“ zu stellen. Gestern wurden die Preisträger geehrt.

„Familien in schwierigen Lebenslagen oder mit schlechten Startpositionen bedürfen unserer ganz besonderen Aufmerksamkeit“, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann . Ob „Kinderladen“, „Jugendschuldnerberatung“ oder Mutter-Baby-Programm: „Sie unterstützen belastete Familien effektiv“, lobte die Ministerin die 41 Projektinitiativen. Ross-Luttmann überreichte insgesamt 18.000 Euro Preisgeld.

Der Ex-Trainer von Hannover 96 war Mitglied der Jury. Hecking ließ es sich nicht nehmen, an der Preisverleihung persönlich teilzunehmen. „Bravo!“ sagte er zum Engagement der 41 Projekte und Initiativen. „Es war nicht leicht, Preisträger auszuwählen, weil alle von Ihnen preiswürdig sind“, zeigte sich Hecking beeindruckt.

Je einen ersten Preis (3.000) haben gewonnen: die Integrationswerkstatt im Familientreff der Gemeinde Hl. Engel in Hannover. Die bereits seit 1994 bestehende Integrationswerkstatt bietet ein vielseitiges Angebot für ausländische Familien - von der Hausaufgabenhilfe über Sprachförderung bis zum Kindertreff. 54 Frauen und Männer helfen in guter ökumenischer Zusammenarbeit derzeit mit.

Die Migranten Medizin des Malteser Hilfsdienstes Hannover: „Sie helfen Menschen, die unterhalb des Existenzminimums leben müssen“, sagte Hecking . Ehrenamtlich engagieren sich Ärzte und junge Migranten für Menschen, denen sonst niemand hilft, die als „illegal“ gelten.

Die „Firmvorbereitung mit Herz“ der Gemeinde St. Ludgeri und der Caritas in Helmstedt. Jugendliche leisten während ihrer Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung Kindern, Familien und Senioren ehrenamtliche Hilfe: Nachhilfe, Spielen am Nachmittag, Fahrradfahren üben, Spaziergang mit Senioren und vieles andere mehr.

Je einen zweiten Platz (2.000 Euro) belegten vier Projekte: Der Kinderladen von Caritas und Maltesern in Gifhorn. Gebrauchte Kleidung und Spielwaren werden an bedürftige Familien ausgegeben. Eine sehr konkrete Hilfe, wobei besonderer Wert auf die Qualität der Waren gelegt wird. Auch hier packen viele Freiwillige mit an.

Auch das „Mutter-Baby-Programm“ der Caritas in Bremen-Nord wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Hier werden Hilfen von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter gegeben.

Die Projekte „Großelterndienst“ (Bonus Freiwilligenagentur und Caritas in Göttingen) und „Wunschgroßeltern“ (Mehr-Generationen-Haus in Lüneburg) teilten sich den dritten 2. Preis. Beide Projekte helfen neue Familienstrukturen schaffen, wenn es sie vor Ort nicht gibt. Kinder, die sonst wenig oder gar keinen Kontakt zu Omas und Opas hätten, erleben so eine wichtige Beziehung. Eltern werden entlastet.

Mit dem dritten Platz (1.000 Euro) wurde die Jugendschuldnerberatung der Caritas Uelzen ausgezeichnet: Sie schafft Chancen für die Jugendlichen, ihre Finanzen und damit auch ihr Leben langfristig wieder in den Griff zu bekommen. Außerdem die Idee „Urlaub im Hotel“ der Tagesstätte St. Raphael in Duderstadt und die „Schwimmpatenschaften“ der Caritas in Salzgitter. „Urlaub im Hotel“ ermöglicht behinderten Kindern und Jugendlichen Ferien, die sie sonst nicht machen können. Die Schwimmpatenschaften sind eine wichtige Reaktion auf den Trend, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen. Gerade Kindern aus benachteiligten Familien, die die Kosten für einen Schwimmkurs nicht aufbringen können, wird so zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe verholfen. Ein weiterer dritter Platz ging an das Projekt „ weltwärtsAfrika 3+9“ des Diözesan-Caritasverbandes. Junge Freiwillige, die für neun Monate nach Afrika gehen, bekommen dabei ungewöhnliche Patinnen: gestandene Ordensfrauen, die über Erfahrung im Entwicklungs- und Missionsdienst verfügen. Sie bieten den Freiwilligen emotionale Unterstützung und Austausch durch E-Mail und Briefe.

Neben diesen offiziellen Kategorien hat die Caritas-Fachakademie für Sozialmanagement in Hildesheim noch einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis gestiftet - und der ging an die „ PlanB-Jugendberatung “ der Caritas in der Bischofsstadt. Es sei ein sehr „ niedrigschwelliges Angebot, weil die Beratung auf gleicher Augenhöhe von jungen Menschen, für junge Menschen stattfindet“, hieß es zur Begründung. Studierende der Uni oder der Fachhochschule gehen ehrenamtlich in Schulen und bieten Beratungsstunden an. Der Caritasverband ist dazu eine Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Uni Hildesheim eingegangen. 

Quelle: Diözesan-Caritasverband Hildesheim