Förderung der Erziehung in der Familie / Qualifizierung

Die ersten 500 Elternbegleiter wirken vor Ort

Eine Papier-Familie und zwei Händen
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Die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder initiierte Weiterqualifizierung zur Elternbegleitung im Bundesprogramm "Elternchance ist Kinderchance" stößt auf großes Interesse. Die ersten 500 Elternbegleiter erhalten Ende Februar ihr Zertifikat, das sie durch einen dreiwöchigen Kurs, in dem pädagogische und beraterische Kompetenzen vermittelt werden, erworben haben.

"Mit 'Elternchance ist Kinderchance' wollen wir dazu beitragen, dass jedes Kind eine Chance auf frühe Förderung im familiären Alltag und damit auf einen erfolgreichen Bildungs- und Lebensweg erhält", sagte Kristina Schröder heute in Berlin. "Lange vor dem ersten Schultag kommt es darauf an, Eltern frühzeitig für die Bildungsförderung ihrer Kinder zu interessieren und sie kompetent zu beraten. Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Elternbegleiter stehen deshalb an vielen Orten der Familienbildung als kompetente Vertrauenspersonen an ihrer Seite", so Schröder.

Ob in einem Familienzentrum, einer Familienbildungsstätte, einem Mehrgenerationenhaus oder einer Kita - Elternbegleitung findet an den Orten statt, an denen Eltern und Kinder miteinander Zeit verbringen. Durch eine aktivierende Elternarbeit wollen die Elternbegleiter die Bildungskompetenz von Familien stärken. Alle Themen rund um das Bildungswissen von Kindern, die Einschulung oder das Lernen in der Familie werden hier besprochen.

Elternbegleiter erhalten durch die Qualifizierung zusätzliches Wissen und praktische Handlungskompetenz, um in ihrer Arbeit besser auf Bildungsthemen eingehen zu können. Netzwerkarbeit, die Befähigung Gruppen zu leiten oder interkulturelle Kompetenzen werden in den Kursen ebenfalls vermittelt. Erste Rückmeldungen der neu qualifizierten Elternbegleiter zeigen, dass sich die erworbenen Kenntnisse rasch im Berufsalltag umsetzen lassen und sich der Zugang zu Müttern und Vätern verbessert.

Die Weiterqualifizierung zur Elternbegleitung stößt bereits in der Anfangsphase des Projektes auf großes Interesse. „Bislang liegen uns bereits rund 2000 Anmeldungen bis Ende 2012 vor. Die ersten 500 haben nach erfolgreicher Qualifizierung durch die BAG Familienbildung und Beratung e.V. ihre Arbeit vor Ort aufgenommen“, freute sich Bundesgeschäftsführer Reinhard Kaut.
Kaut bietet über die in Elmshorn ansässige BAG - einer von 8 Partnern im Bundesprogramm - die Qualifizierungen zum Elternbegleiter seit April 2011 an. An mehr als 50 Standorten sind rund 40 Dozenten bis Ende des Jahres voll ausgelastet, den zukünftigen Elternbegleitern in dreiwöchigen Kursen, pädagogische und beraterische Kompetenzen zu vermitteln.

Die Weiterqualifizierung zu "Elternbegleitern" richtet sich an haupt- und nebenamtlich Aktive, die bereits in der Familienbildung tätig sind, idealerweise im Umfeld einer Schwerpunkt-Kita "Sprache & Integration". Bis Ende 2014 werden von den bundesweit tätigen Trägern der Familienbildung 4.000 Elternbegleiter weiterqualifiziert.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung & Beratung e.V.

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