Achtung Icon

Relaunch - Am 19. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 19. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Förderung der Erziehung in der Familie

„Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt“: Kinder sind wunderbar, Eltern auch - aber nicht immer!

Dr. Jan-Uwe Rogge beschäftigte sich an der Hochschule Harz (FH) im Rahmen der „Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt“ mit der spannenden Frage „Brauchen Kinder Grenzen?“

Eine der Kernfragen der Erziehung, nämlich ob Kinder Grenzen brauchen, beantwortete der renommierte Verhaltens- und Sozialwissenschaftler Dr. Jan-Uwe Rogge am Freitag, dem 9. April, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt“. Auch in 2010 geht die beliebte Vortragsserie, initiiert vom Förderverein der Kinderklinik Wernigerode e.V. und der Praxis Alltagspause, in eine neue Runde. Mit freundlicher Unterstützung der Vereinigten Volksbank e.G. kamen dieses Mal über 250 interessierte Pädagogen, Eltern und Großeltern im AudiMax der Hochschule Harz (FH) zusammen, Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann ließ es sich nicht nehmen, den international anerkannten Experten und die gespannten Zuhörer persönlich zu begrüßen.

„Erziehung und das Setzen von Grenzen hat nichts zu tun mit Verbissenheit. Sondern mit Leichtigkeit, mit Humor, mit Schmunzeln, mit Lachen“, mit diesen Worten begrüßte Dr. Jan-Uwe Rogge seine Zuhörer. Er sei sich bewusst, dass die Eltern von heute alles im Griff haben wollen. Sie seien „pädagogisch hyperaktiv“. In seinen Augen gibt es jedoch keine Patentlösung bei der Kindererziehung. Früher sei man schließlich auch als lebenstüchtiger Mensch herangewachsen, bevor eine Flutwelle von Ratgebern die Eltern zu „pädagogischen Zombies“ habe werden lassen. „Kinder sind anzunehmen wie sie sind und nicht wie man sie gern hätte“, verdeutlichte der Experte und betonte, wie wichtig es sei, die eigene Unvollkommenheit zu akzeptieren, Fehler zuzulassen und zu wissen, dass man nicht alles kontrollieren kann. „Kinder mögen Eltern, die authentisch sind, die klar sind, die ehrlich sind. Kinder wollen keine Eltern die nach „Schema F" handeln und erst nachschlagen, wie man mit der Situation nun am besten umgeht“, so der Autor und beliebter Ratgeber. Mit kleinen Anekdoten, die mit viel Gelächter und Zustimmung kommentiert wurden, veranschaulichte der profilierte Familien- und Kommunikationsberater verschiedenste Situationen aus Sicht der Eltern und vor allem aus der Perspektive der Kinder. Er zeigte auf, dass kein Kind vor einer Grenze stehen bleibt, sondern darüber hinweg geht, um sich auszutesten. Grenzüberschreitungen seien normal. Der schwierige Part für die Eltern sei dabei, stets zum eigenen Kind zu stehen und es so zu nehmen, wie es ist.

Dr. Jan-Uwe Rogge trat als charismatischer Redner auf, der es verstand sein Publikum zu fesseln und die Thematik der Kindererziehung auf leichte, humorvolle und verständliche Weise zu verdeutlichen. Im Anschluss stand er noch lange in angenehmer Atmosphäre bei Wein und Häppchen für persönliche Fragen der Zuhörer zur Verfügung. 

Quelle: Hochschule Harz (FH)

ik

Info-Pool