Förderung der Erziehung in der Familie / Familienpolitik

Berlin: Vereinbarung sichert dauerhafte Finanzierung des Netzwerks Frühe Hilfen

Kleines Mädchen legt freudig ein Stetoskop auf einen Schwangerenbauch
Bild: rawpixel.com

Der Berliner Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, der Verwaltungsvereinbarung Fonds Frühe Hilfen zugestimmt. Die Vereinbarung schließt nahtlos an die Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen an. Diese unterstützt seit 2012 den Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen sowie der Angebote für (werdende) Eltern und Familien mit Kindern von null bis drei Jahren.

Mit der Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den 16 Bundesländern wird eine dauerhafte Finanzierung der Netzwerke und der präventiven Angebote durch eine Bundesstiftung Frühe Hilfen sichergestellt. Insgesamt stehen jährlich 51 Mio. € zur Verfügung. Auf das Land Berlin entfallen davon 2,9 Mio. € jährlich.

Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern fördern

Senatorin Scheeres: „Es ist ein großer Erfolg, dass die Finanzierung der Frühen Hilfen auf Dauer gesichert ist. Projekte wie die Familienhebammen, Babylotsen und ehrenamtliche Patenschaftsvermittlungen unterstützen Familien von der Schwangerschaft an und zielen darauf ab, die Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern zu fördern. Frühe Hilfen tragen zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und leisten einen wichtigen Beitrag zum präventiven Kinderschutz.“

Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, betont die Bedeutung des Netzwerks für die Gesundheitsprävention: „Eine wesentliche Säule in der Arbeit mit den Familien wird in Berlin auch künftig die Arbeit der Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen darstellen. Sie begleiten und unterstützen Familien oftmals bereits während der Schwangerschaft und übernehmen dabei Aufgaben, die über das Tätigkeitsspektrum von originären Hebammen und Kinderkrankenpflegerinnen hinausgehen.“

Vernetzung und multiprofessionelle Kooperation

Frühe Hilfen basieren vor allem auf multiprofessioneller Kooperation, beziehen aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein. Zentral für die praktische Umsetzung Früher Hilfen ist eine enge Vernetzung von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Schwangerschaftsberatung, der interdisziplinären Frühförderung und weiterer sozialer Dienste.

Weitere Angebote stellen z.B. Lotsenprojekte, wie die „Angebotslotsen“ und „Babylotsen“, dar. An sechs Berliner Kliniken konnte bereits das Projekt „Babylotse“ initiiert werden, welches Familien bei Bedarf bereits während ihres Klinikaufenthaltes zur Geburt Angebote der Frühen Hilfen vermittelt.

Quelle: Senatskanzlei Berlin vom 14.11.2017

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