Förderung der Erziehung in der Familie / Sozialpolitik

Auf dem Weg zum Familienzentrum - Projektförderung in Hessen

Zwei Kinder spielen gemeinsam mit ihren Eltern auf einer Wiese.
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Familienzentren bieten niedrigschwellige Angebote und Begegnungsmöglichkeiten an und unterstützen Familien bei der Bewältigung des Familienalltags. Die Antragstellung für die Förderung der Konzepterstellung für neue Einrichtungen wurde nun auf den 8. August verlängert.

"Ein gelungenes Konzept bildet die maßgebliche Grundlage für die gute Arbeit als Familienzentrum. Bevor die Arbeit als Familienzentrum starten kann, ist es wichtig, die Bedingungen vor Ort, die Bedarfe und Ressourcen, die Rahmenbedingungen, eine mögliche kommunale Beteiligung und Einbindung, mögliche Kooperations- und Vernetzungspartner und noch viele weitere Punkte zu beleuchten“, erklärte der Hessische Familienminister, Stefan Grüttner.

Neue Frist: 8. August 2016 

Um noch mehr Einrichtungen hierbei zu unterstützen, wurde die Frist für die Antragstellung auf Förderung für die Konzepterstellung bis zum 8. August 2016 verlängert.

Anträge auf Förderung stehen bis zum 8. August 2016 im Internet auf den Seiten des Hessischen Familienatlases zur Verfügung.

Bei Rückfragen der Interessenten und Antragsteller beantworten im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Frau Jutta Rang, Tel.: 0611-8173244 oder Frau Edith Kunze, Tel.: 0611-8173240 ihre Fragen.

Familienzentren in Hessen 

Die Hessische Landesregierung wird im laufenden Jahr 130 Familienzentren mit insgesamt 1,54 Millionen Euro fördern. Durch die Landesförderung werden Familienzentren mit bis zu 12.000 Euro pro Einrichtung und Jahr finanziell unterstützt. Familienzentren in Hessen haben sich aus einer Vielzahl von Ursprungseinrichtungen, wie Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser und Mütterzentren entwickelt.

In jedem hessischen Landkreis sind Familienzentren mit mindestens einer Einrichtung vertreten. Mehr als die Hälfte der Familienzentren befinden sich in städtischen Regionen, die restlichen Einrichtungen in ländlichen Regionen. Sie bieten niedrigschwellig eine breite Palette von Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten an und unterstützen Familien ganzheitlich und wohnortnah bei der Bewältigung des Familienalltags.

Familienzentren müssen ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen, um auf Veränderungen und kurzfristige Herausforderungen - wie zum Beispiel die Arbeit mit den zu uns kommenden Flüchtlingsfamilien - zu reagieren.

Niedrigschwellige Angebote und frühe Erreichbarkeit 

"Die Familienzentren sind auch für die Kommunen ein Gewinn. Diese schätzen besonders die niedrigschwelligen Angebote und die frühe Erreichbarkeit der Familien. Viele Kommunen unterstützen die Arbeit der Familienzentren, sei es finanziell, durch Bereitstellung von Räumlichkeiten, Fachberatung oder Begleitung bei der Konzeptentwicklung. Ein positiver Aspekt der Arbeit von Familienzentren ist die Vernetzung auf lokaler und regionaler Ebene. Somit schaffen und unterstützen wir ein aktivierendes, regionales Angebot für die Familien in Hessen“, so Grüttner abschließend.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 28.07.2016