Fachtag Suchtarbeit

Auch suchtkranke Eltern wollen und können gute Eltern sein

Ein Vater trägt zwei Kleinkinder und geht über eine Wiese, im Hintergrund ist ein weiterer Junge zu sehen, der voraus läuft
Bild: Juliane Liebermann - unsplash.com

Suchtkranke Eltern brauchen häufig Ermutigung bei der Wahrnehmung ihrer Elternverantwortung. Wie sie mit passenden Angeboten unterstützt werden können, ist Inhalt der Fachtagung von dem Gesamtverband für Suchthilfe e. V. und dem Deutschen Caritasverband e. V. am 29. April 2021.

Wichtig ist anzuerkennen, dass auch suchtkranke Menschen gute Eltern sein können, sofern sie durch ein gutes Hilfenetzwerk und passende Angebote unterstützt werden. Die primäre Erziehungsverantwortung liegt bei den Eltern, somit geht es darum, selbige im System Familie zu stützen. Dazu gehört auch zu lernen, Hilfe anzunehmen, Scham- und Schuldgefühle zu überwinden, die Verantwortung für das Suchtproblem zu übernehmen und sich der Erziehungsverantwortung gegenüber den eigenen Kindern zu stellen und so die Erziehungskompetenz zu festigen.

Kompetenzen erkennen und fördern

Ziel ist daher, die Kompetenzen der Eltern gemeinsam zu erkennen und diese entsprechend zu fördern. Mit dieser Zielsetzung wurde im Rahmen des zweijährigen, vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Kooperationsprojektes zwischen dem Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) und dem Deutschen Caritasverband e.V. (DCV) ein Rahmenkonzept für die familienorientierte Suchtarbeit entwickelt, welches den Blick explizit auf die Elternverantwortung von suchtkranken Frauen und Männer richtet. Darauf aufbauend wurde ein QM-Modul für die familienorientierte Suchtarbeit entwickelt, das kompatibel zu bereits vorliegenden QM-Systemen ist.

Auf der Fachtagung am 29. April 2021 stellen Projektreferentinnen und -referenten die Ergebniss des Kooperationsprojekts vorgestellt, Impulsvorträge gegeben und Workshops rund um die Gestaltung von Hilfsangeboten für suchtkranke Eltern gehalten.

Anmeldungen und Organisation

Anmeldungen sind bis 06. April 2021 möglich. Die Gesamtzahl der Teilnehmenden ist auf 160 Personen begrenzt. Pro Workshop können 20 Personen teilnehmen. Die Berücksichtigung der Anmeldungen erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Verbindliche Anmeldebestätigungen werden nach Ablauf der Anmeldefrist versandt.

Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten sind auf der Webseite des Gesamtverbandes der Caritas zu finden: Online-Fachtag

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 29.03.2021

Info-Pool