Förderung der Erziehung in der Familie / Ganztagsbildung

"AKZENT Elternarbeit": Schulfamilien ziehen zum Abschluss des Modellversuchs Bilanz

Eltern und drei Kinder sind aus einem Papierschnitt hergestellt.

Bayerns Kultusstaatssekretär Bernd Sibler bedankt sich bei Projektschulen für deren Engagement bei Weiterentwicklung der Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus.

"Schule und Elternhaus arbeiten dann gut zusammen, wenn sie die Situation an der einzelnen Schule vor Ort im Blick haben. Passgenaue Konzepte für eine funktionierende Partnerschaft zwischen Schule und Elternhaus können daher am besten im Rahmen der schulischen Eigenverantwortung ausgestaltet werden." Das sagte Kultusstaatssekretär und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern Bernd Sibler heute zum Abschluss des Schulversuchs "AKZENT Elternarbeit" zur Weiterentwicklung der Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus. Gemeinsam mit Vertretern der Schulfamilien sowie mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft stellte der Staatssekretär die wichtigsten Ergebnisse vor.

Zwei Jahre lang hatten die Schulfamilien der 17 Modellschulen aller Schularten gemeinsam an der Umsetzung von Konzepten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus gearbeitet. Die Projektteams entwickelten ausgehend von den Bedürfnissen an den Schulen vor Ort schulspezifische Gesamtkonzepte für eine gewinnbringende und nachhaltige Erziehungspartnerschaft. Gemeinsam erarbeiteten die Schulfamilien auch Instrumente und Maßnahmen für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts. Hierzu zählen beispielsweise die Einrichtung flexibler Kontaktmöglichkeiten und Sprechzeiten - zum Teil unter Einbezug neuer Medien. Entwickelt wurden auch Instrumente, die es ermöglichen, den Schülern und Eltern Rückmeldung über die Entwicklung und Leistung der Schüler zu geben - individuell und mit Blick auf die Stärken des Schülers. Von der Mittelschule der Elisabeth-Kohn-Straße in München wurde beispielsweise das Zeugnisgespräch entwickelt und erprobt. Das Zwischenzeugnis wird dem Schüler im Beisein der Eltern im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs überreicht. Dabei werden Leistungen, Entwicklungen und gegebenenfalls auch weitere Handlungsmöglichkeiten ausführlich besprochen.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., die Exklusivpartner des Schulversuchs ist, äußerte sich anlässlich der Abschlussveranstaltung im Schulversuch AKZENT Elternarbeit ebenfalls erfreut: "Schulen nutzen Gestaltungsspielräume kreativ. Ihnen mehr Eigenverantwortung zu übertragen ist aus Sicht der Wirtschaft die richtige Richtung! Ein wichtiger Ansatz ist dabei, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu intensivieren. Eine gelungene Kooperation zwischen Eltern und Lehrern trägt mit dazu bei, dass mehr junge Talente auf dem Bildungsweg gefördert werden."

Die AKZENT Elternarbeit-Schulen sind mit der Entwicklung und Umsetzung von schulspezifischen Elternarbeitskonzepten Vorreiter im bayerischen Schulsystem. Die Ergebnisse des Modellversuchs werden allen Schulen als Anregung zur Verfügung gestellt und sollen Eingang finden in die Weiterentwicklung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 01.07.2013

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