EU-Jugendstrategie / Jugendforschung

Jugend und Politik im Dialog: Evaluierungsbericht zum strukturierten Dialog veröffentlicht

Viele Jugendliche halten leere Sprech- und Gedankenblasen hoch
Bild: © PHOTOMORPHIC PTE. LTD. - Fotolia.com

Die Studie vom CAP München untersucht Mehrwert und Verstetigung des strukturierten Dialogs in Deutschland. Kernfrage ist, wie gut es gelingt, einen wirkungsvollen und nachhaltigen Dialog zwischen Politik und junger Generation zu befördern. Der Strukturierte Dialog will lokale und regionale Themen mit der EU-Jugendpolitik verknüpfen.

Der Strukturierte Dialog will den Austausch und Dialog zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern und –trägerinnen fördern und Jugendliche aktiv in die Gestaltung europäischer Politik einbeziehen. Er orientiert sich an den Themen und Anliegen der EU-Jugendstrategie, um die Situation junger Menschen in Europa zu verbessern.

Mehrwert und Verstetigung des Strukturierten Dialogs

Der vorliegende Bericht untersucht die zweite Phase der Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland (2014-15). Vor dem Hintergrund der Frage nach Mehrwert und Verstetigung nimmt die Evaluierung hierzu die Perspektiven Jugendlicher und die Einschätzung der Projektträger in den Fokus. Sie untersucht, auf welche Weise die Projekte des Strukturierten Dialogs Jugendliche zur aktiven Mitwirkung in ihrem gesellschaftspolitischen Umfeld befähigen, wie es den Projekten gelingt, politische Akteure und politische Instanzen in den Dialog einzubeziehen und wie ein nachhaltiger Transfer der Ergebnisse von der Dialog- auf die Handlungsebene erfolgen kann. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung tragen dazu bei, Rückschlüsse für die Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs in Deutschland abzuleiten.

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P evaluiert im Rahmen der EU-Jugendstrategie (2010-2018) im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und Jugend die Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland. Der aktuell erschienene Bericht beschäftigt sich mit der zweiten Umsetzungsphase des Strukturieren Dialogs in konkreten Projekten.

Dialog zwischen Politik und junger Generation 

Hierzu haben die Verfasserinnen die Sichtweisen der relevanten Akteure im Strukturierten Dialog systematisch erfasst und ausgewertet. So kommen jugendliche Teilnehmende wie auch Projektverantwortliche und involvierte Entscheidungsträger_innen zu Wort. Kernfrage ist dabei, wie es gelingt, in Deutschland einen wirkungsvollen und nachhaltigen Dialog zwischen Politik und der jungen Generation zu befördern. Beim Strukturierten Dialog geht es darum, lokale und regionale Themen mit der EU-Jugendpolitik zu verknüpfen und Jugendliche zur aktiven gesellschaftspolitischen Mitwirkung in ihrem Umfeld zu befähigen.

Zugang zu europäischer Politik 

Wie bereits im Evaluierungsbericht zur ersten Phase der Umsetzung des Strukturierten Dialogs (2010-2013) fällt die Bilanz zu dem Politikansatz der EU seitens der beteiligten Akteure weitgehend positiv aus. Insbesondere ist im Vergleich zur ersten Phase des Dialogs in vielerlei Hinsicht ein klarer Mehrwert zu verzeichnen: Die Einordnung lokaler Projekte in den größeren Zu sammenhang der EU-Jugendstrategie wurden von Projektverantwortlichen kreativ aufgegriffen und Jugendliche finden über die Projekte einen aktiven Zugang zur (europäischen) Politik. Zugleich betonen viele Teilnehmende Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Verstetigung des Dialogs, etwa wenn es um die nachhaltige Einbindung von Politiker/ -innen und ein klares Feedback auf die im Dialog erarbeiteten Vorschläge und Ideen geht.

Der Bericht steht unter dem Titel Mehrwert und Verstetigung des Strukturierten Dialogs: Evaluierungsbericht zur zweiten Phase der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland 2014 - 2015 (pdf 622 KB) zum Download bereit und ist auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hinterlegt. 

Ebenfalls steht eine englische Fassung unter dem Titel The Structured Dialogue in Germany - added value and safeguarding (pdf 579 KB) zur Verfügung. 

Weitere Informationen zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland stehen im gleichnamigen Fokusthema ebenfalls auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 

Quelle: Centrum für angewandte Politikforschung vom 19.07.2016

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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