EU-Jugendstrategie / Jugendsozialarbeit

Fachtagung „Grenzen überschreiten – Internationale Mobilitätserfahrungen am Übergang Schule ‐ Beruf“

Mehrere Erwachsene stehen in einem Raum und sind auf dem Bild grafisch miteinander vernetzt.
Bild: © PHOTOMORPHIC PTE. LTD. - Fotolia.com

Internationale Erfahrungen können benachteiligte junge Menschen beim Übergang zwischen Schule und Beruf, auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens und bei der beruflichen und sozialen Integration wirkungsvoll unterstützen. Wie das gelingen kann, untersucht eine Fachtagung des Netzwerks „Kommune goes international“ am 4. Dezember in Nürnberg.

Zahlreiche Studien belegen, dass z.B. die Teilnahme an grenzüberschreitenden Praktika oder an internationalen Jugendaustauschprogrammen eine nachhaltige positive Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung und soziale Integration junger Menschen haben. Differenzierte konzeptionelle Überlegungen zur Ausgestaltung dieser Angebote im Übergangsfeld mit Bezug auf sozial benachteiligte junge Menschen und zu den Rahmenbedingungen für deren Umsetzung liegen vor und könnten in der Praxis vielfältige Anwendung entfalten. Allerdings setzt dieses die Zusammenarbeit von Akteuren der Jugendhilfe und der Arbeitsmarkpolitik voraus, die es in der Praxis bisher nur in Ansätzen gibt.

Internationale Lernerfahrungen für benachteiligte Jugendliche

Aus jugendpolitischer Sicht wird der Zugang zu internationalen Lernerfahrungen gerade auch für bildungsbenachteiligte junge Menschen durch unterschiedliche Initiativen gefördert. Die obersten Landesjugendbehörden und das Bundesjugendministerium arbeiteten in der Umsetzung der EU-Jugendstrategie (2010‐2018) daran, mit fachlichen Hinweisen und jugendpolitischen Empfehlungen zu gelingenden Übergängen und europäischer (Lern‐)Mobilität gerade der jungen Menschen beizutragen, die von Benachteiligung betroffen bzw. auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Initiative „Kommune goes international“ (KGI) zielt darauf ab, internationale Jugendarbeit in der Kommune zu stärken. Mit der aus KGI entstandenen bundesweiten Arbeitsgruppe „International mobil zum Beruf“ soll für mehr internationale Mobilität für junge Menschen in berufsvorbereitenden Bildungsangeboten, der außerbetrieblichen Ausbildung und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik geworben werden.

Perspektiven einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit

Mit der Fachtagung sollen Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Initiativen vorgestellt werden, insbesondere aus kommunalen Ansätzen zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität für benachteiligte junge Menschen am Übergang. Anhand bestehender Praxis geht es darum, fachliche Anforderungen und Rahmenbedingungen zu verdeutlichen und Perspektiven für die akteurs‐, ressort und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit vor Ort zu erörtern.

Eingeladen sind Akteure, Multiplikatoren und Fachkräfte, die junge Menschen beim Erwachsenwerden und im Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und die politischen und administrativen Rahmenbedingungen im Kontext der Jugendhilfe, der sozialen Integration und der Arbeitsmarktförderung dafür zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Die Fachtagung "Grenzen überschreiten ‐ Internationale Mobilitätserfahrungen am Übergang Schule ‐ Beruf" findet am

4. Dezember 2018 im
südpunkt ‐ Zentrum für Bildung und Kultur
Pillenreuther Str. 147, 90459 Nürnberg

statt. Die Tagungskosten inklusive Verpflegung übernimmt der Veranstalter. Die Fahrtkosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit ausführlichem Programm stehen bei IJAB zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur EU-Jugendstrategie und ihrer Umsetzung in Deutschland finden sich unter  www.jugendhilfeportal.de/eu-jugendstrategie.

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • Grundlagen zur EU-Jugendstrategie

    Die Staaten der Europäischen Union haben sich auf das jugendpolitische Ziel verständigt, bis 2018 die Lebenslagen junger Menschen zu verbessern. Dafür sollen mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit geschaffen werden. Auch das freiwillige Engagement junger Menschen und ihre soziale Eingliederung junger Menschen soll gestärkt werden.

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  • Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Der Bund und die Länder setzen die EU-Jugendstrategie in Deutschland gemeinsam um. Sowohl der Bund als auch die Länder haben ihre Positionen zur Ausrichtung der jugendpolitischen Zusammenarbeit der EU im Vorfeld eingebracht. Impulse aus der EU-Jugendstrategie sollen als Motor für die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Praxis und Politik der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland nutzbar gemacht werden.

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  • Arbeitsprogramm von Bund und Ländern
    Team
    © Woodapple - Fotolia.com

    Es gibt vielfältige Aktivitäten zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Bund und Länder setzen eine Reihe von Maßnahmen individuell um, haben sich aber auch eine gemeinsame Agenda gesetzt. Das Arbeitsprogramm der Bund-Länder Arbeitsgruppe zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland für den Zeitraum 2014 – 2018 beschreibt konkrete fachliche Vorhaben. Im Fokus steht dabei, Entscheidungsträger und Fachkräfte der Kinder und Jugendhilfe, insbesondere auf der kommunalen Ebene, zu erreichen.

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  • Mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die  Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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  • Strukturierter Dialog
    Logo des Stukturierten Dialogs in hellgrün
    © DBJR

    Der Strukturierte Dialog zwischen Jugend und Politik ist das „Jugendbeteiligungsinstrument“ der EU-Jugendstrategie. Er trägt dazu bei, dass die Vorstellungen und Anliegen junger Menschen in der Umsetzung der EU-Jugendstrategie und bei europäischer Politikgestaltung in Brüssel berücksichtigt werden.

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  • Jugendpolitische Zusammenarbeit der EU ab 2019
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Die Weiterentwicklung der jugendpolitischen Zusammenarbeit steht derzeit auf der jugendpolitischen Agenda der EU und Deutschlands, denn die EU-Jugendstrategie endet mit Ablauf des Jahres 2018. Für die Vorbereitung einer neuen Strategie hatte die EU-Kommission 2017 zum Jahr des „Zuhörens“ erklärt, um breit zu konsultieren. 2018 wird das Jahr der Abstimmung eines neuen Rahmens der jugendpolitischen Zusammenarbeit für die Zeit ab 2019 sein.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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