EU-Jugendstrategie / Kinder- und Jugendpolitik

Wo steht der Strukturierte Dialog? Erste Ergebnisse der Evaluation

Ein Stapel Dokumente

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa begleitet den Strukturierten Dialog wissenschaftlich. Nun stellt sie erste Ergebnisse vor.

Der Strukturierte Dialog (SD) ist ein Instrument zur Förderung von Jugendpartizipation im Rahmen der EU-Jugendstrategie (2010-2018). Er zielt darauf ab, die Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben in Europa zu stärken. Im Strukturierten Dialog kommen Jugendliche und Entscheidungsträger_innen zusammen, um ausgesuchte Themen zu diskutieren. Auf diese Weise sollen junge Menschen die Möglichkeit erhalten, an der Gestaltung der sie betreffenden Angelegenheiten mitzuwirken. Die nationale Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland wird seit 2010 von der Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die Evaluierung richtet sich auf ausgewählte Projekte zum Strukturierten Dialog in Deutschland, die über das EU-Programm JUGEND IN AKTION gefördert werden. Anhand der Erfahrungen und Einschätzungen aller beteiligten Akteure werden das Wirkungsfeld und der Resonanzraum des Strukturierten Dialogs untersucht. Ziel ist es, zur Optimierung der Umsetzungsprozesse und zur Weiterentwicklung des SD beizutragen. Der Untersuchung liegt dabei ein partizipativer, prozessbegleitender Evaluierungsansatz zugrunde.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind nun im Evaluierungsbericht 2012 veröffentlicht. Ein hieraus abgeleitetes Thesenpapier zum Strukturierten Dialog soll der Diskussion zur Weiterentwicklung des SD in Deutschland dienen.

Evaluierungsbericht 2012 zum Strukturierten Dialog (PDF-Download)

Thesenpapier zum Strukturierten Dialog (PDF Download)

Quelle: Forschungsgruppe Jugend und Europa

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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