„Zahl des Tages“

29 Cent für alle U27 – pro Kopf und Stunde

Ein Mädchen schaut über die Tischkante auf Münztürme.

Die „Zahl des Tages“ vom 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT): 29 Cent pro Kopf und Stunde – so viel ist es Deutschland wert, den rund 22 Millionen Kindern und Jugendlichen unter 27 Jahren bei Problemen zu helfen, sie im Alltag zu fördern und zu betreuen.

Insgesamt investiert der Staat – und hier allen voran die Kommunen – 54,9 Milliarden Euro pro Jahr in die Kinder- und Jugendhilfe: in Kitaplätze und Schulsozialarbeit, in Heime und Wohngruppen, in Jugendämter und Jugendklubs, in Streetworker und Suchtberatung.

Zwei Drittel des Geldes (36,9 Mrd. Euro) fließen in die Kindertagesbetreuung – in Tageseinrichtungen und in die Tagespflege. Ein knappes Viertel (13 Mrd. Euro) wird für die Hilfen zur Erziehung genutzt – also für die Unterbringung junger Menschen im betreuten Wohnen, in Heimen, in Vollzeitpflege und für die sozialpädagogische Unterstützung von Familien.

„Damit sind wir allerdings noch längst nicht am Ziel: Die Kinder- und Jugendhilfe ist eine Wachstumsbranche, die zusätzliches Personal braucht – u. a. für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung, für mehr Ganztagsangebote im Grundschulalter und für die Begleitung junger Geflüchteter“, sagte Prof. Dr. Karin Böllert von der Universität Münster. Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, die den DJHT veranstaltet.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ vom 18.05.2021

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