Kulturelle Bildung braucht mehr Räume für Kunst in Schulen

Sybille Linke berichtet bei einem Expertengespräch der Kinderkommission über „Kulturagenten für kreative Schulen“.

Zwei junge Frauen malen an einer Stafette
Bild: © Gina Sanders - Fotolia.com

Am gestrigen Mittwoch (18.01.2012) nahm Sybille Linke, programmleitende Geschäftsführerin des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“, auf Einladung der Kommission für die Wahrnehmung der Belange der Kinder des Deutschen Bundestages (Kinderkommission) an einem Expertengespräch zum Thema „Kulturelle Bildung in den Alltag integrieren“ teil. Neben Sybille Linke waren Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand von der Stiftung Universität Hildesheim und Arnold Bischinger von Kulturprojekte Berlin GmbH eingeladen.

Bei dem Expertengespräch unterstrich Sybille Linke, dass die Voraussetzung für mehr kulturelle Bildung im Alltag von Kindern und Jugendlichen die aktive Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie das eigene Erproben und Erfahren sei. Dafür müssen sowohl Räume für die Kunst in und außerhalb der Schule geschaffen werden als auch Langfristigkeit und systematische Zugänge gewährleistet werden. „In der Zusammenarbeit von Schulen, Kulturinstitutionen und Künstler/-innen liegt daher die Chance, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kunst Wertschätzung erfährt und sich im Schulalltag entfalten kann. Dadurch können Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit gestärkt und ihnen die Chance eröffnet werden, künftige Akteure einer kulturinteressierten Öffentlichkeit zu werden“, so Linke weiter. 

Das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“, das von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator initiiert und gefördert wird, hat zum Ziel, möglichst viele Kinder und Jugendliche nachhaltig für Kunst und Kultur zu begeistern. Teilhabe an Kunst und Kultur soll fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden. Im Rahmen des Programms entwickeln 46 Kulturagent/innen an insgesamt 138 Schulen in fünf Bundesländern gemeinsam mit den Schüler/innen, dem Lehrerkollegium, der Schulleitung, Eltern, Künstler/innen und Kulturinstitutionen ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung und bauen langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen auf. Damit soll bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Kunst geweckt und mehr Kenntnisse über Kunst und Kultur vermittelt werden.

Die Kinderkommission ist seit 1988 ein Gremium des Deutschen Bundestages und ein Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre Aufgabe ist die Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche. Zur Wahrnehmung der Interessen von Kindern und Jugendlichen stehen der Kommission verschiedene Instrumente zur Verfügung u.a. öffentliche Anhörungen zu kinderpolitischen Themen, nichtöffentliche Expertengespräche, um zu relevanten Themen Standpunkte zu entwickeln sowie Öffentlichkeitsarbeit zu Themen, die für Kinder von allgemeinem Interesse sind. 

Nähere Informationen zu dem Programm „Kulturagenten für kreative Schulen finden Sie unter: www.kulturagenten-programm.de

Quelle: Forum K&B GmbH, Geschäftsstelle „Kulturagenten für kreative Schulen“

Redaktion: Anneli Starzinger

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