Inobhutnahme / Kinderschutz

Aktionswoche zum Thema Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Bild: rawpixel.com

Sozialministerin Stefanie Dreese bezeichnet den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor physischer und seelischer Gewalt als elementarste gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kinderschutz soll noch stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken, unter anderem mit der Aktionswoche Kinderschutz „Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder“ mit zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Aktionen vom 15. bis 20. September in Schwerin.

„Es geht um mehrpräventive und begleitende Hilfen für Kinder und Eltern in Not, um eine höhere gesellschaftliche Sensibilität und um das entschlossene Handeln bei akuten Krisen- und Gefährdungssituationen“, sagte Drese angesichts der veröffentlichten Zahlen über gestiegene Inobhutnahmen durch die Jugendämter in Mecklenburg-Vorpommern.

Inobhutnahmen gestiegen

Ein Großteil des Zuwachses bei den Inobhutnahmen ist auf die gestiegene Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zurückzuführen. Aber auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die etwa wegen Überforderung der Erziehungsberechtigten, Beziehungsproblemen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld oder Vernachlässigung Hilfe benötigten, ist 2016 um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Kinder- und Jugendschutzkonferenz am 15. September

Ministerin Drese will den Kinderschutz noch stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. So findet am 15. September eine Kinder- und Jugendschutzkonferenz in Schwerin statt, auf der Mittel und Wege diskutiert werden, um den Schutz Minderjähriger in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen. Die Konferenz bildet den Auftakt der Aktionswoche Kinderschutz „Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder“ mit zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Aktionen vom 15. bis 20. September in Schwerin.

Kinderschutz-Hotline des Landes: 0800 - 14 14 007

Die Ministerin wirbt zudem für die Kinderschutz-Hotline des Landes: „Bürgerinnen und Bürger können sich an die 24 Stunden besetzte Kontaktstelle wenden, wenn es Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung oder Kindesmisshandlung gibt“, so Drese. „Die Hotline ermöglicht – auch anonym – eine Auskunfts- und Hilfeberatung in Krisensituationen und sichert die sofortige Weitergabe der Information an die Jugendämter.“

Im Jahr 2016 gab es über die Hotline landesweit 265 Meldungen zu potenziellen Kindeswohlgefährdungen. Im 1. Halbjahr 2017 waren es 125 Meldungen. Die Kinderschutz-Hotline ist kostenlos unter der landesweit einheitlichen Telefonnummer 0800 - 14 14 007 rund um die Uhr erreichbar.

Mehr zur Aktionswoche Kinderschutz

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 27.07.2017

Info-Pool