AWO fordert systematischen Ausbau der Jugendhilfestrukturen
Bund
"Aktuelle Diskussionen um die Konsequenzen aus Vernachlässigung, Misshandlung oder gar Tötung von Kindern zeigen: Alle gesellschaftlichen Kräfte sind gefordert, den skandalösen Auswüchsen gemeinsam zu begegnen", so der AWO Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt in Berlin.
"Wir müssen in jedem Falle die Strukturen der Jugendhilfe ausbauen und nicht an ihnen auf unverantwortliche Art und Weise einsparen. Es geht um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen - und damit von uns allen", betont der AWO Bundesvorsitzende. "Hinweise von Expertinnen und Experten der Jugendhilfe, die vor einem Kollaps des
Jugendhilfesystems warnen, wenn nicht deutlich mehr Geld etwa an und in die Jugendämter fließt, sind hier sehr ernst zu nehmen" unterstreicht Schmidt.
Es muss in diesem Zusammenhang auch eine fachliche und öffentliche Debatte der Überforderung von Fachkräften in den Jugendämtern geführt werden. Die Schaffung früher Hilfen und der Ausbau so genannter sozialer Frühwarnsysteme alleine reichen nicht aus. "Vielmehr muss der Ausbau vorhandener Unterstützungssysteme und der Aufbau neuer sozialräumlicher Hilfsnetze aus Familienhebammen, Kinderkliniken, Ärzten sowie der Kinder- und Jugendhilfe aufgebaut und gefördert werden", so der AWO Bundesvorsitzende.
Quelle: PM der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bundesverband vom 26.12.2006
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Arbeiterwohlfahrt - Bundesverband e.V.
Jugendamt, Kind, Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung
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03.01.2007
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