Kita ist Bildung: Kampagne für bessere Personalausstattung 
Mit der Kampagne "Kita ist Bildung – jetzt investieren statt später reparieren" will die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege auf die derzeit desolate Bildungssituation der Kindertagesstätten im Land Brandenburg aufmerksam machen.
In den Brandenburger Kitas sollen von einer Erzieherin momentan 13 Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut werden. Diesen Schlüssel schreibt das Gesetz vor. Bedingt durch Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen fällt dieses Verhältnis aber tatsächlich meist schlechter aus. Die LIGA findet dieses Verhältnis unfair gegenüber den Kindern, Erzieherinnen und Erziehern sowie den Eltern und macht sich deshalb für eine bessere Personalausstattung in den Kitas stark.
Breites Bündnis schaffen
"Wir wollen ein breites Bündnis erreichen zwischen Eltern, Bildungsträgern, Politikern, Wissenschaftlern und der Wirtschaft", erklärt Katja Hilbert, Fachbereichsleiterin Kita der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Luckenwalde. Frühkindliche Erziehung solle das Gewicht erhalten, das es verdient, so Hilbert.
Chronische Belastung
Die AWO Wohnstätten GmbH "Fläming" betreibt im Landkreis Teltow-Fläming neun Kitas und ist Mitinitiator der Kita-Kampagne. Auch in ihren Kitas sei die Lage "besorgniserregend", erklärte die Fachbereichsleiterin. "Den Erziehern dort droht chronische Belastung. Die Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder in den Kitas steht und fällt mit den Rahmenbedingungen," meint Hilbert.
Unterschriftenaktion bis Ende April
Regional wird die Kampagne von verschiedenen Aktionen getragen. Bis Ende April können beispielsweise engagierte Eltern, Bürgerinnen und Bürger die Forderungen der LIGA in einer Unterschriftenaktion unterstützen.
Die Bundesgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege setzt sich aus AWO, Caritas, Diakonie, Deutschem Roten Kreuz, Paritätischem Wohlfahrtsverband und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zusammen.
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier.
Quelle: Biber
asta





