Link zu Newsbox
"Kinder können schon mit drei Jahren sehr kreativ am PC sein"

Prof. Stefan Aufenanger

"In jeder Bildungseinrichtung sollte es kleine Medienecken geben, in denen eine Vielzahl von Medien angeboten wird. Wenn dort pädagogisch sinnvoll gearbeitet wird und die Erzieher darauf vorbereitet sind, werden die Kinder lernen, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Medien abzuschätzen. Alle unsere Erfahrungen zeigen: Je früher die Kinder die Möglichkeit haben, in diesen Institutionen mit Computer und Internet zu arbeiten, umso kompetenter und kritischer können sie mit den Medien umgehen."

Prof. Stefan Aufenanger in bildungsklick.de

Stefan Aufenanger ist Professor für Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Mainz.

„Basisqualifizierung Medienkompetenz“ für pädagogisches Personal in Kitas

10.000 Erzieherinnen und Erzieher werden mit der „Basisqualifizierung Medienkompetenz“ für den beruflichen Einsatz digitaler Medien geschult.

Medienarbeit im Jugendzentrum
Bild: Jugend online
Die Förderung von Medienkompetenz ist heute selbstverständlicher Bestandteil von Jugendarbeit. In Kindertagesstätten fehlt es jedoch oft an der technischen Ausstattung, der pädagogischen Einsicht in die Notwendigkeit der Förderung von Medienkompetenz und an technischen und medienpädagogischen Fertigkeiten von Erzieherinnen und Erziehern.

Bereits im Dezember starten die ersten Fortbildungen: Mit der „Basisqualifizierung Medienkompetenz“ soll das pädagogische Fachpersonal im frühkindlichen Bereich an die digitalen Medien und den „Lernort Netz“ praxisnah herangeführt werden. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Maßnahme wendet sich bundesweit an Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten und Kindertagesstätten.

Im Rahmen einer Ausschreibung wurden drei Bildungsträger ausgewählt, die die Schulungen bundesweit durchführen werden: In den Bundesländern Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird „Bildung und Medien“, eine Arbeitsgemeinschaft von BITS 21 unter der Federführung des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit e. V. Berlin, die Fortbildungen durchführen. Für die Bundesländer Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Hessen ist Blickwechsel e. V., Göttingen, zuständig; die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein wird die DLGI GmbH, Bonn, zusammen mit regionalen Kooperationspartnern abdecken.

Die Schulungen dauern insgesamt fünf Tage und werden von medienpädagogisch erfahrenen Referentinnen und Referenten durchgeführt. Angesprochen sind Erzieherinnen und Erzieher, die über keine oder nur geringe Vorkenntnisse verfügen. Mit soliden Grundkenntnissen rund um den Computer und das Internet sowie anschaulichen Beispielen aus der Praxis sollen die Erzieher/innen in die Lage versetzt werden, den Computer in der eigenen Einrichtung für medienpädagogische Projekte und zur Medienkompetenzförderung einzusetzen und das Internet zur eigenen Weiterbildung zu nutzen.

Der Verein Schulen ans Netz e. V., der bereits mit dem Projekt BIBER – Bildung-Beratung-Erziehung im Bereich frühkindlicher Bildung tätig ist, übernimmt die Organisation der Weiterbildungsseminare. Informationen zur Weiterbildungsaktion erteilt Schulen ans Netz e. V., Tel. 0228-91048-259 oder per E-Mail fortbildung@schulen-ans-netz.de

Die Termine der Fortbildungen finden Sie unter: http://www.dlgi.de/kita

Quelle: Schulen ans Netz

ch

Druckansicht