Ministerin Bachmann zur aktuellen Bertelsmann- Studie: „Studie bestätigt Notwendigkeit des saarländischen Aktionsplans zur Armutsbekämpfung“

Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, sieht die Arbeit der Landesregierung zur Bekämpfung der Armutssituation im Saarland durch die Bertelsmann-Studie bestätigt: „Die saarländische Landesregierung ist sich der Armutssituation bewusst und arbeitet bereits mit Hochdruck an der Erstellung des Aktionsplans zur Armutsbekämpfung.“

Ein kleiner Junge hält einen 5-Euro-Schein hoch
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Die im letzten Jahr veröffentlichte Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen als Vertiefungsstudie der im Februar 2010 vorgestellten Sozialstudie Saar, die im Auftrag der Landesregierung des Saarlandes durchgeführt worden war, behandelt die Situation von Kindern und Jugendlichen im Saarland. Die Studie bildet die Grundlage für den Aktionsplan zur Armutsbekämpfung an dem die Landesregierung bereits intensiv arbeitet. Begleitet wird die Erstellung durch einen Beirat, dem der Landkreistag Saarland, der Saarländische Städte- und Gemeindetag, die Saarländische Armutskonferenz, die Arbeitskammer des Saarlandes, die evangelischen Kirchen sowie die LIGA der Freien Wohlfahrtsverbände Saar angehören.

Ein Ziel des Aktionsplanes ist es öffentliche Hilfen und Projekte so zu optimieren, dass Parallelstrukturen vermieden und lokale wie regionale Hilfesysteme zu miteinander verbundenen Netzwerken ausgebaut werden. Ein besonderes Anliegen der Landesregierung ist es, nicht nur finanzielle und materielle Armut zu bekämpfen sondern auch Gesundheit, Ernährung, Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Blick zu halten. Ministerin Bachmann: „Dabei gilt nach wie vor der Leitsatz: Prävention statt Intervention. Deshalb hat die Saarländische Landesregierung das Programm ‚Frühe Hilfen‘ flächendeckend eingeführt. Das Programm, bestehend aus den Vorsorge-Untersuchungen und ‚Keiner fällt durchs Netz‘, unterstützt Familien ab der Geburt ihres Kindes.“ Dazu zählen Programme wie zum Beispiel ‚Früh Deutsch lernen’ in Kitas, die Schoolworker oder das Übergangsmanagement von Schule zu Beruf mit den Reform- und Werkstattklassen. Zudem hat die Landesregierung in 2003 sozialraumorientierte Projekte in Alt-Saarbrücken und Malstatt gegen die Auswirkung von Kinderarmut initiiert. Die Projekte basieren neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch auf einer engen Zusammenarbeit mit Eltern und Familien. Ferner soll durch die Projekte die Vernetzung der Institutionen im Stadtteil verstärkt werden. Hinzu kommt die intensive Kooperation mit dem Jugendamt.

„Die Bekämpfung von Kinderarmut muss als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Die Projekte der Landesregierung haben gezeigt, dass insbesondere durch das Arbeiten im direkten Umfeld des Kindes individuelle und passgenaue Hilfen bereitgestellt werden können. Dies ist nur durch eine enge Zusammenarbeit von Land und Kommunen möglich“, sagt Ministerin Bachmann. Ministerin Bachmann sieht in dem von der Bertelsmann-Stiftung neu entwickelten KECK-Atlas ein Instrument, das die Kommunen auch bei der sozialraumorientierten Arbeit unterstützen kann.

Der KECK-Atlas (http://www.keck-atlas.de) gibt Auskunft über die soziale Lage, die Bildung und Gesundheit von Kindern, bezogen auf einzelne Stadtgebiete oder Ortsteile. Diese Informationen zur Lebenssituation von Kindern können als Handlungsgrundlage dienen.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes 

Redaktion: Anneli Starzinger

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