SPD will Alleinerziehende stärker unterstützen

Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg zu bringen, um die Situation der Alleinerziehenden in Deutschland zu verbessern. Konkret fordern die Sozialdemokraten unter anderem die Entwicklung neuer Teilzeitarbeitsmodelle und eine Ausweitung des Unterhaltsvorschusses.

Mutter hält kleinen Sohn auf ihrem Arm
Bild: AD-Passion

In ihrem Antrag (17/11032; PDF-Datei, 96 KB) verweist die SPD-Fraktion darauf, dass sich der Anteil an Alleinerziehenden in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt habe. Rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren würden in Alleinerziehenden-Haushalten leben. 90 Prozent der Alleinerziehenden seien Frauen. Diese seien in besonderer Weise auf die Unterstützung durch Staat und Gesellschaft angewiesen.

Deshalb seien Verbesserungen in der sozialen Infrastruktur, bei Arbeitsmodellen, bei der Entgeltgleichheit von Männern und Frauen, bei Bildung und Qualifizierung, bei den familienpolitischen Leistungen und der Steuerpolitik. Konkret fordern die Sozialdemokraten unter anderem die Bereitstellung von Kinderbetreuungsangeboten in Kitas, Krippen und Schulen auch außerhalb der regulären Betreuungs- und Ferienzeiten, die Entwicklung neuer Teilzeitarbeitsmodelle, die Einführung eines gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohns, Verbesserungen bei der Ausbildungsförderung von Alleinerziehenden und eine Ausweitung des Unterhaltsvorschusses.

Quelle: Deutscher Bundestag vom 26.10.2012

Redaktion: Kerstin Boller

Kommentare (1)

Gassenreh, Jakob

Alleinerziehende müssen unterstützt werden. Die Krippe für Kinder unter 3 Jahren schein dafür nicht ideal zu sein.
Denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben Stresshormonausschüttung und damit reduzierter Neurogenese, sowie Mangel an Langsamen-Wellen-Schlaf und damit verminderter Wachstumshormonproduktion) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung mit der Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
(siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

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