GEW fordert deutliche Verbesserungen für die Bildung

Hannover/Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat festgestellt, dass Deutschland von der Verwirklichung seiner Ansprüche an eine gute Bildung weit entfernt sei. Täglich würden Schülerinnen und Schüler mit Unterrichtsausfall, maroden Schulgebäuden und zu großen Klassen konfrontiert.

Anlässlich der Bildungsmesse didacta in Hannover stellte die GEW eine Studie zur Bildungsfinanzierung für das 21. Jahrhundert vor. Deutschland brauche mehr Ganztagsschulen, inklusive Bildungseinrichtungen, einen Ausbau der individuellen Förderung, mehr Studienplätze, zusätzliche Leistungen in der beruflichen Bildung und eine deutliche Verbesserung der Weiterbildung.

Wer die bestehenden Mängel bekämpfen will, müsse auch bereit sein, die Kosten einer besseren Bildung zu tragen. Der Bildungsforscher Henrik Piltz habe für die GEW berechnet, welche Kosten tatsächlich in den einzelnen Bildungsbereichen entstehen, wenn man etwa die Inklusion und eine flächendeckende Ganztagsbeschulung einführen will. Damit komme neue Bewegung in die Diskussion um das deutsche Bildungssystem. Der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne betont: "Die Studie 'Bildungsfinanzierung für das 21. Jahrhundert' zeigt, dass deutlich höhere Anstrengungen notwendig sind, um das deutsche Bildungssystem auf eine zukunftsfähige Basis zu stellen. Sie belegt nachdrücklich, dass das von Bundesländern und Bundesregierung vorgegebene Ziel, sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Bildung auszugeben, absolut notwendig ist. D.h., es geht um eine Größenordnung von rund 50 Milliarden Euro jährlich!"

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Redaktion: Ilja Koschembar

Kommentare (1)

s.maier

Endlich! es muss etwas im Bereich der Bildung passieren, denn Bildung ist so wichtig wie kein anderer Faktor für unsere Gesellschaft (http://www.atkearney361grad.de/2012/02/15/lernen-aus-sicht-der-hirnforschung-1-fruhkindliche-entwicklung-hangt-von-rahmenbedingungen-ab/)

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