EU-Kommission will Zahl der Schulabbrecher senken

Die EU-Kommission sagt der hohen Zahl von Schulabbrechern den Kampf an. Mehr als sechs Millionen junge Menschen in Europa haben 2009 die Schule frühzeitig abgebrochen. In Deutschland haben elf Prozent der 18- bis 24-Jährigen vor der 10. Klasse die Schule verlassen und keine berufliche Ausbildung gemacht, im EU-Durchschnitt waren es 14,4 Prozent. Die EU-Kommission will die Rate bis 2020 auf unter zehn Prozent drücken. Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte: "Europa kann es sich nicht leisten, auf so viele junge Menschen zu verzichten, die einen Beitrag für unsere Gesellschaft und Wirtschaft leisten können. Wir müssen das Potenzial aller jungen Menschen in Europa nutzen, um die Krise zu bewältigen."

2009 waren EU-weit 52 Prozent der Schulabbrecher arbeitslos. Obwohl sich die Situation in den einzelnen EU-Ländern unterscheidet, folgt das soziale Phänomen Schulabbruch einem bestimmten Muster. Junge Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten sind besonders betroffen. Die Quote jugendlicher Schulabbrecher mit Migrationshintergrund ist im Durchschnitt doppelt so hoch wie bei einheimischen Jugendlichen. Zudem sind es meist männliche Schüler, die ihre schulische Ausbildung abbrechen. Die Kommission hat daher einen Aktionsplan aufgelegt, der die Mitgliedstaaten bei der Senkung der Schulabbrecherquote unterstützen soll. Vom 2. bis 4. Mai werden die Bildungsminister den Vorschlag der Kommission diskutieren. Die Mitgliedstaaten werden dann aufgefordert, bis Ende 2012 umfassende Strategien zu beschließen und sie über ihre nationalen Reformprogramme umzusetzen. 

Quelle: PM Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 31.01.2011

europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do

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