SoVD-Präsident fordert rasche Korrektur des Bildungspakets

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärte anlässlich des heutigen Treffens von Bund, Ländern und Kommunen zum Umsetzungsstand des Bildungspaketes, dass ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Sozialleistung die aus seiner Sicht bislang magere Bilanz nicht überraschen könne.

Hohe bürokratische Hürden und fehlendes Personal in den Jobcentern erschwerten die Vermittlung spürbar, sagte Bauer. Zudem würden die betroffenen Kinder und ihre Familien durch stigmatisierende Gutscheinregelungen verschreckt. "Die Bundesregierung darf sich der Wahrheit nicht verschließen und muss zur Kenntnis nehmen, dass das Bildungspaket bei der Mehrheit der rund 2,5 Millionen Adressaten nicht ankommt. Insbesondere die schwache Nachfrage nach Angeboten zur Lernförderung ist sehr Besorgnis erregend. Um das Bildungspaket nicht weiter zu verstolpern, ist ein rascher und zielgerichteter Mix verschiedener Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören neben dem Wegfall der Gutscheinregelungen und dem Einsatz zusätzlichen Personals in den Jobcentern auch persönliche Anschreiben, mit denen die Betroffenen über mögliche Bildungsleistungen informiert werden", so Bauer.

Redaktion: Ilja Koschembar

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