Fast jedes zweite Kind unter 10 Jahren besitzt ein eigenes Mobiltelefon

Insgesamt besitzen 63 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ein mobiles Endgerät, davon 40 Prozent ein Handy und 23 Prozent ein eigenes Smartphone.

Eine Reihe bunter Smartphones
Bild: © Scanrail - Fotolia.com

Deutliche Unterschiede bestehen zwischen den Altersgruppen: 95 Prozent der 13-15 Jährigen besitzen ein Mobilgerät, bei den 7-8 Jährigen sind das immerhin auch schon 29 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 15 Jahren der Zeitschrift familie&co.

Für die aktuelle Ausgabe hat die Familienzeitschrift familie&co gemeinsam mit den Experten des Marktforschungsportals FamilyVote.de und des Instituts YouGov 680 Kinder und Jugendliche im Alter von 7-15 Jahren nach ihrem Umgang mit Smartphones und Handys befragt. Der Untersuchung zufolge gilt: Je älter die Befragten, desto größer die Verbreitung von Smartphones. Immerhin 48 Prozent der 13-15 Jährigen besitzen ein Smartphone, aber nur jeder Zehnte der unter 10-jährigen.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Untersuchung: Fast alle Kinder (95 Prozent) haben mit ihren Eltern Regeln abgesprochen, die den Umgang und die Benutzung des Handys/Smartphones betreffen. 69 Prozent müssen ihr Handy zu bestimmten Zeiten, z.B. in der Schule oder beim Abendessen, ausschalten und 59 Prozent müssen auf die Kosten für Telefonieren und Surfen achten.

Mit steigendem Alter wächst die Bedeutung des Telefons als multiples Unterhal-tungsgerät: Die 13-15-Jährigen nutzen das Handy mehrheitlich zum Musik hören (95 Prozent), zum Spielen oder für Apps (73 Prozent), zum Surfen (64 Prozent), Videos schauen (42 Prozent) und Chatten (46 Prozent).

Wenn die Kinder und Jugendlichen ihre Eltern übers Handy anrufen, haben sie mehrheitlich guten Grund dazu: Sie fragen, ob sie länger wegbleiben dürfen (79 Prozent), sagen Bescheid, dass es später wird (71 Prozent) oder brauchen die Erlaubnis ihrer Eltern, um etwas zu kaufen (38 Prozent). Eines der befragten Kinder gab jedoch den schönsten Grund für einen Anruf zu Hause an: "Ich rufe meine Eltern an, einfach um ihnen zu sagen, wie gern ich sie habe."

Quelle: Family Media GmbH & Co. KG

Redaktion: Anneli Starzinger

Kommentare (1)

Katharina

Das Gesundheitsrisiko im Zusammenhang mit der Strahlung von Handys wird gerne unter den Tisch fallen gelassen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO / IARC hat Handystrahlung im Mai 2011 als "potenziell krebserregend für den Menschen" eingestuft.

Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt:

"Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Strahlenbelastung für Kinder, da diese sich noch in der Entwicklung befinden und deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren könnten. Das BfS empfiehlt daher, Handytelefonate bei Kindern so weit wie möglich einzuschränken."

Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy
http://www.bfs.de/de/elektro/hff/empfehlungen_handy.html

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